Pop im Kiez

FÖRDERUNG VON PROJEKTEN FÜR EIN MITEINANDER VON LIVE-MUSIK UND NACHBARSCHAFT

+++ nächste Antragsfrist für das Jahr 2020: 1. April 2020 +++

ZWECK DER FÖRDERUNG

Mit dem Förderprogramm „Pop im Kiez“ sollen Projekte gefördert werden, die die Akzeptanz von Live-Musik im Bereich der Popmusik in einem speziellen Kiez Berlins anhand von Modellprojekten, einer Kampagne oder einer Reihe von Maßnahmen erhöhen.

Das Programm soll damit die gegenwärtige Verdrängung subkultureller Freiräume in Berlin thematisch aufgreifen. Es soll szenebasierte Musikakteur*innen und deren Vernetzungsstrukturen innerhalb einer Nachbarschaft Berlins nachhaltig stärken und positive Effekte für lokale Clubs und Spielstätten hervorbringen.

Unter Popmusik versteht das Musicboard generell alle Genres der populären Musik sowie genreübergreifende oder experimentelle Popmusik, die nicht klar den Sparten Klassik, Jazz oder Neue Musik zugeordnet werden kann.

Achtung: Es werden im Programm „Pop im Kiez“ keine Einzelmusiker*innen oder Bands gefördert! Hierfür sind die Programme „Stipendien & Residenzen“ und „Supportförderung“ relevant!

 

VORAUSSETZUNGEN

Umfang des Projektes
Durch die geförderten Projekte sollen sich positive Effekte für die Popmusikszene und -wirtschaft insgesamt ergeben, daher sollte das eingereichte Projekt mindestens einen Gesamtumfang von 5.000 Euro (muss nicht gleich der beantragten Fördersumme sein) haben.
Das beantragte Projekt darf vor der Bewilligung nicht in der Umsetzung sein und muss bis zum Ende des der Förderung abgeschlossen sein.

Förderschwerpunkte
Bei den Förderentscheidungen wird in besonderem Maße darauf geachtet die Diversität der Berliner Musikszene abzubilden. Das Musicboard legt einen Schwerpunkt auf die Förderung von Frauen* und PoC in der Popkultur sowie auf der Stärkung der LGBTQI+ Szene. Bei der programmatischen Ausrichtung der Projekte ist insbesondere auf eine 50/50 Beteiligung von Künstler*innen (z.B. Booking, Workshopgeber*innen, Beteiligung Künstler*innen) zu achten.

Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt auf Barrierefreiheit & Inklusion. Ziel ist es, Menschen mit und ohne Behinderung im Berliner Club- und Konzertalltag zusammen zu bringen. Die Antragsteller*innen werden aufgefordert mindestens die Hälfte der Veranstaltung bzw. Hauptort/Hauptbühne der Veranstaltung barrierefrei zu gestalten. Sach- und Personalkosten hierfür können beantragt werden (keine Investitionskosten). Ebenso soll angestrebt werden Menschen mit Behinderung in das Line-Up zu integrieren. Antragsteller*innen werden aufgefordert Projekte zu entwickeln, die sich mit dem Thema Inklusion gezielt auseinandersetzen. Hinweise zur barrierefreien Gestaltung von Veranstaltungen in der Projektförderung finden Antragssteller*innen hier.

Bisher geförderte Projekte
Eine Übersicht über die bisher geförderten Projekte im Programm „Pop im Kiez“ ist hier zu finden.

 

ANTRAGSVERFAHREN

Auswahlverfahren und Vergabe
Die Förderungen im Programm „Pop im Kiez“ werden durch die Musicboard Berlin GmbH auf Empfehlung einer unabhängigen Jury aus Expert*innen und Kenner*innen der Berliner Musikszene sowie in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa vergeben. Seit 2017 ist folgende Jury für eine dreijährige Jurytätigkeit berufen:

  • Andrea Wünsche, Bookerin Monkeytown Booking
  • Anja Caspary, Musikchefin radioeins vom rbb
  • Detlef Diederichsen, Leitung Musik und Performing Arts HKW (Haus der Kulturen der Welt)
  • Jens Uthoff, Journalist, Autor taz
  • Vivian Perkovic, Journalistin, Moderatorin Deutschlandfunk Kultur und 3sat Kulturzeit

Kurzinformationen zu den Jurymitgliedern finden Sie hier: Kurzinformation_Jury_Musicboard


Antragsfristen
Die Antragsfristen für das Programm „Pop im Kiez“ für das Jahr 2020 sind der 1. November 2019 und 1. April 2020.

Antragssprache
Alle Antragsunterlagen können auf Deutsch oder Englisch eingereicht werden.

Bewerbungsunterlagen
Folgende Bewerbungsunterlagen müssen für das Programm „Pop im Kiez“ ausschließlich online eingereicht werden:

  • Vollständig ausgefülltes Antragsformular
  • Ausführliche Projektbeschreibung einschließlich Programm-/Terminplanung, kurzer Stellungnahme zur barrierefreien, inklusiven und diversen Gestaltung des Projektes sowie Informationsmaterial über die Antragsteller*innen
  • Kostenaufstellung aus der die Höhe der beantragten Förderung hervorgeht (Finanzierungsplan Muster)


Hinweis zur Kostenaufstellung
Wir möchten folgende Empfehlung zu Honoraruntergrenzen für professionell arbeitende Einzelmusiker*innen und Bands aussprechen. Diese sind als Richtwert zu verstehen, die tatsächlich gezahlten Honorare sind abhängig vom Professionalisierungs- und Bekanntheitsgrad der Musiker*innen sowie dem Veranstaltungsrahmen:
Bands: 200,00 EUR – 250,00 EUR pro Musiker*in
Einzelmusiker*innen und Duos: 500,00 EUR pro Musiker*in

Ausschluss
Mitglieder der Jury sowie Mitarbeiter*innen des Regierenden Bürgermeisters von Berlin oder der Musicboard Berlin GmbH und deren Angehörige sind von der Antragstellung aussgeschlossen.

Weitere Hinweise zur Zuwendung
Detaillierte Informationen zu den folgenden Punkten entnehmen Sie bitte den Musicboard Zuwendungshinweisen für Förderprogramme:

1. Zuwendungszweck und Rechtsgrundlage
2. Gegenstand der Förderung
3. Zuwendungsempfänger
4. Zuwendungsvoraussetzungen
5. Art und Umfang der Zuwendung, Bemessungsgrundlage wie z.B. Erstellung eines Finanzplanes
6. Sonstige Zuwendungsbestimmungen
7. Verfahren
8. Geltungsdauer

Die Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P) finden Sie hier:
Allgemeine_Nebenbestimmungen_ANBest-P.pdf

 

LINK ZUM ONLINE-ANTRAG

Hier bewerben: Online-Antrag

 

KONTAKT

Gerne stehen wir bei Fragen zum Förderprogramm „Pop im Kiez“ telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung:

  • Telefonische Beratung:
    Tel: +49 (0)30 280 467 67