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KARRIERESPRUNGBRETT BERLIN

nächste Antragsfrist 1.4.2022

KONTAKT
Thalia Hertel

thalia.hertel@musicboard.berlin.de
T +49 (0)30 288 787 88

1 Zweck der Förderung

Mit dem Programm Karrieresprungbrett Berlin sollen Projekte und Plattformen gefördert werden, die den Nachwuchs aller Bereiche der Popmusik, von Musiker:innen bis Musikwirtschaft, bei ihrem nationalen oder internationalen Karrieresprung unterstützen (zum Beispiel durch Konzertreihen, Workshop-Programme, interdisziplinäre Formate). Unter Popmusik versteht das Musicboard dabei alle Genres und Spielarten, die nicht eindeutig der klassischen und Neuen Musik oder dem Jazz zugeordnet werden können. Das umfasst auch jegliche Formen der genreübergreifenden und experimentellen Popmusik.

2 Voraussetzungen

Das Programm Karrieresprungbrett fördert ausschließlich:

  • Akteur:innen der Popmusikbranche, die in Berlin ansässig sind, das heißt in Berlin wohnen, einen Geschäftssitz, eine Niederlassung oder eine Betriebsstätte haben. Die Rechtsform der Antragsteller:in (zum Beispiel Natürliche Person, Verein, GmbH) ist für die Entscheidung der Förderung unerheblich.
  • Projekte mit einem Gesamtumfang von mindestens 5.000 Euro
  • Projekte, die ohne die Förderung nicht oder nicht im notwendigen Umfang umgesetzt werden können
  • Projekte, die für die Zukunft geplant und noch nicht in der Umsetzung sind
  • Projekte, die bis zum Ende des Jahres 2022 abgeschlossen sind
  • Projekte, die sich positiv auf die Berliner Popmusikszene und -wirtschaft auswirken und mehrheitlich Künstler:innen mit Lebens- beziehungsweise Schaffensmittelpunkt Berlin involvieren
  • Projekte, die die Diversität der Berliner Musikszene widerspiegeln und eine Beteiligung von mindestens 50 Prozent weiblichen*, nicht-binären oder queeren Künstler:innen sicherstellen
  • Projekte, die Aspekte der Barrierefreiheit und Inklusion berücksichtigen und mehrheitlich barrierefrei konzipiert sind

Von der Förderung ausgeschlossen sind:

  • Kinder- und Jugendprojekte sowie Projekte im Bereich der kulturellen Bildung
  • Vorhaben von Einzelmusiker:innen oder Bands – diese werden durch die Programme Stipendien und Residenzen sowie Supporttourförderung abgedeckt
  • Projekte, die sich vor der Bewilligung einer Förderung bereits in der Umsetzung befinden
  • Projekte, die bereits aus Mitteln des Landes Berlin gefördert sind
  • Mitglieder der Jury sowie Mitarbeiter:innen des Regierenden Bürgermeisters von Berlin oder der Musicboard Berlin GmbH und deren Angehörige

3 bewerbung

Folgende Unterlagen sind auf Deutsch oder Englisch ausschließlich über das digitale Antragsformular einzureichen, das über den Button am Ende dieser Seite zu erreichen ist:

  • Ausgefülltes Antragsformular
  • Ausführliche Projektbeschreibung
    mit Informationen zu Programminhalten, beteiligten Künstler:innen sowie den Projektbeteiligten
  • Weitere Anlagen zur Projektbeschreibung
    wie beispielsweise Spielstättenbescheinigungen, Bestätigungen von Kooperationspartner:innen, Dokumentations- und Informationsmaterial vergangener Projekte (Presse-, Bildmaterial etc.)
  • Kostenaufstellung
    aus der die Höhe der beantragten Förderung hervorgeht, ausschließlich in Form der hierfür vorgesehenen Vorlage

Nur vollständige Unterlagen können bearbeitet und berücksichtigt werden. Alle Angaben werden vertraulich behandelt und dienen ausschließlich Entscheidungs- beziehungsweise Förderungszwecken. In die Veröffentlichung einzelner relevanter Daten im Falle der Förderung wird mit Antragstellung eingewilligt.
Nur vollständige Unterlagen können bearbeitet und berücksichtigt werden. Alle Angaben werden vertraulich behandelt und dienen ausschließlich Entscheidungs- beziehungsweise Förderungszwecken. In die Veröffentlichung einzelner relevanter Daten im Falle der Förderung wird mit Antragstellung eingewilligt.

4 Auswahlverfahren

Die Förderungen werden durch die Musicboard Berlin GmbH auf Empfehlung einer für drei Jahre berufenen, unabhängigen Jury aus Expert:innen und Kenner:innen der Berliner Musikszene sowie in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa vergeben. Seit Herbst 2020 ist für das Programm Karrieresprungbrett Berlin folgende Jury berufen:

  • Christoph Reimann
    Hörfunk-Journalist Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und ByteFM
  • Dahlia Borsche
    Musikwissenschaftlerin und Kuratorin
  • Esra Karakaya
    Journalistin und Videoproduzentin
  • Gregor Hotz
    Geschäftsführung Musikfonds e. V.
  • Judyta Smykowski
    Journalistin Die Neue Norm und taz

Kurzinformationen zu den Jurymitgliedern finden Sie hier.

5 Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen sowohl zur Antragstellung als auch Projektdurchführung und späteren Abrechnung von Projekten haben wir hier gesammelt. Bei den vorliegenden Angaben handelt es sich um allgemeine, nicht rechtsverbindliche Auskünfte, die eine Betrachtung des Einzelfalles nicht ersetzen. Gerne beantworten wir weitere, konkrete Fragen zum Förderprogramm telefonisch oder per Mail. Wir weisen zudem auf das kostenlose Angebot der Kulturförderberatung von Kreativ Kultur Berlin hin, das Kulturakteur:innen aller Sparten bei der Suche nach Förderung unterstützt sowie Tipps zur Antragstellung und einen Antragscheck bereitstellt.

Fragen zum Antrag

Was meint »Nachwuchs« im Programm Karrieresprungbrett Berlin?
Der Begriff Nachwuchs bezieht sich im Programm Karrieresprungbrett Berlin sowohl auf Nachwuchskünstler:innen als auch den Nachwuchs in der Musikwirtschaft im Allgemeinen. Unter Nachwuchs-künstler:innen sind Musiker:innen zu verstehen, die erste Schritte einer professionellen Karriere bereits gegangen sind (zum Beispiel erste größere Konzerte, Veröffentlichung eines ersten Albums), aber noch Unterstützung brauchen, um national oder international Karriere zu machen. Unter Nachwuchs in der Musikwirtschaft sind indessen Personen zu verstehen, die erst wenige Jahre in der jeweiligen Position tätig sind, auf das sich das Projekt bezieht. In beiden Fällen muss ein gewisser Grad an Professionalisierung bereits vorhanden sein, eine Altersgrenze gibt es jedoch nicht.
Welchen Umfang sollte mein Projekt haben und welche Summe kann ich beantragen?
Das geplante Projekt muss mindestens einen Gesamtumfang von 5.000 Euro haben. Dieser Umfang muss nicht der beantragten Fördersumme entsprechen, sondern kann auch Einnahmen, Eigen- oder Drittmittel beinhalten. Das Musicboard legt in seiner Förderung keine pauschalen Obergrenzen fest was die beantragte Summe betrifft, jedoch bewegen sich die Summen der bisher vergebenen Förderungen im Programm Karrieresprungbrett Berlin in der Regel zwischen 5.000 und 25.000 Euro. Ein Blick in die Musicboard Jahresberichte verschafft Orientierung über vergangene Fördersummen.
Wie muss die ausführliche Projektbeschreibung gestaltet sein?
Die ausführliche Projektbeschreibung sollte in maximal 5 Seiten Text einen Überblick über das geplante Projekt bieten. Neben Informationen zum Veranstaltungsformat, Ablauf und Line-Up sollte die ausführliche Projektbeschreibung Ihr inhaltliches Konzept entlang der folgenden Fragen erläutern: (1.) Was soll genau stattfinden? (2.) Hat das Projekt ein übergeordnetes Thema oder gibt es unterschiedliche Themenblöcke? (3.) Wer sind die Zielgruppen? Bitte gehen Sie in Ihrer Projektbeschreibung ebenfalls in Form von Kurz-Bios auf die beteiligten Künstler:innen und das Projektteam ein. Informationen zu den Zielen des Projektes sind direkt im Antragsformular zu erläutern. Gleiches gilt für die Ausgestaltung Ihres Projektes in Hinblick auf Aspekte der Barrierefreiheit und Inklusion. Es ist möglich der ausführlichen Projektbeschreibung weitere Dokumente wie Spielstättenbestätigungen, Presse- und Bildmaterial, schriftliche Zusagen beteiligter Künstler:innen, Projektpartner:innen und weiterer Förderinstitutionen als separatem Upload beizulegen.
Wie formuliere ich geeignete Projektziele?
Im Antragsformular werden bis zu drei quantitative und qualitative Projektziele abgefragt. Wir möchten von Ihnen (1.) wissen, welche individuellen Ziele Sie erreichen möchten und (2.) woran Sie nach Abschluss Ihres Projektes nachvollziehen, ob Sie diese Ziele erreicht haben. Bitte formulieren Sie Ihre Ziele so konkret wie möglich und legen Sie realistische und messbare Indikatoren fest. Zum Beispiel: »Das Projekt macht 50% der Veranstaltung durch Gebärdensprachdolmetscher:innen zugänglich« oder »Das Projekt beauftragt für die Durchführung von 2 der 3 geplanten Workshops PoC-Workshopleiter:innen«. Vermeiden Sie generalisierte Zielsetzungen, die Visionen und allgemeine Wünsche beschreiben (zum Beispiel »Das Projekt baut Vorurteile in der Popmusikszene Berlins ab«). Ob Sie solcherlei Ziele erreicht haben, ist nach Projektende nicht feststellbar.
Welche Rollen spielen Diversität und Inklusion bei der Ausgestaltung meiner Projektidee für den Antrag?
Das Musicboard wünscht sich eine Beteiligung und Teilhabe aller Menschen an Popkultur. Diversität und Inklusion sind daher zentrale Aspekte in unserer Förderung. Bei den Förderentscheidungen wird in besonderem Maße darauf geachtet, dass geförderte Projekte die soziale und kulturelle Diversität der Berliner Musikszene abbilden. Neben der aktiven Einbindung von Frauen*, nicht-binären sowie queeren Personen, BIPoCs und Menschen mit Behinderung in Line-Up und Projektteam, werden Antragsteller:innen dazu aufgefordert Projekte zu entwickeln, die mindestens zur Hälfte der Veranstaltung barrierefrei konzipiert sind (bei Einzelveranstaltungen mindestens Hauptort oder -bühne) und die die gezielte Ansprache von Menschen mit Behinderung berücksichtigen. Personal- und Sachkosten zur Umsetzung der Barrierefreiheitsmaßnahmen können beantragt werden. Im Antrag ist in den entsprechenden Erörterungen zu Line-Up beziehungsweise Barrierefreiheit zu erörtern, inwiefern Ihr spezifisches Projekt divers, gendersensibel und inklusiv ausgerichtet ist. Hinweise, Beratungs- und Fachstellen sowie Leitfäden zur barrierefreien Gestaltung von Veranstaltungen finden Sie hier.
Wie muss meine Kostenaufstellung aussehen?
Unter Formulare und Vorlagen finden Sie einen Muster Kosten- und Finanzierungsplan. Die Verwendung dieser Vorlage ist obligatorisch. Bitte halten Sie sich an die darin genannten Überpositionen. Grundsätzlich muss die Kostenaufstellung immer die Gesamtfinanzierung des Projektes, also alle projektbedingten Einnahme- und Ausgabenposten realistisch abbilden. Hierzu zählen sowohl projektbezogene Personal- als auch Sachkosten. Die beantragte Förderung ergibt sich aus der Differenz zwischen geplanten Gesamtausgaben und geplanten Gesamteinnahmen, dem sogenannten Fehlbedarf. Die Kostenaufstellung schließt immer ausgeglichen ab, also nie mit einem Defizit oder einem Überschuss. Bitte geben Sie die voraussichtlichen Beträge bei der Antragstellung ohne Nachkommastellen an. Zu achten ist neben der Kalkulation von Kosten für beispielsweise GEMA und Künstlersozialkasse außerdem auch auf die korrekte Ausweisung von Netto- oder Brutto-Beträgen je nach Berechtigung zum Vorsteuerabzug. Stellt Ihr Unternehmen Umsatzsteuer in Rechnung und führt diese ans Finanzamt ab, sind in der Kostenaufstellung des Projektes ausschließlich Netto-Beträge ohne Umsatzsteuer anzugeben. Unbare Leistungen, beispielsweise im Sinne von ehrenamtlicher Tätigkeit können am Ende der Kostenaufstellung aufgelistet werden, sind jedoch nicht in die Kostenaufstellung einzurechnen. Ausführlichere Informationen zur Aufstellung eines detaillierten Finanzierungsplans finden Sie im Musicboard Förderguide.
Was sind anrechenbare Eigen- und Drittmittel und sind zusätzliche Finanzierungsquellen zulässig?
Als anrechenbare Eigen- und Drittmittel gelten alle mit dem Projekt zusammenhängenden Einnahmen sowie Eigenmittel der Antragsteller:innen. Dabei sind Eigenmittel tatsächliche Geldmittel aus dem Vermögen der Antragsteller:innen. Drittmittel hingegen sind Geldmittel zum Beispiel von privaten Geber:innen, Stiftungen und anderen Fördereinrichtungen. Als Einnahmen werden beispielsweise die Erlöse aus Eintritten gezählt. Das Bemühen um weitere Mittel ist erwünscht und sollte aus der Kostenaufstellung hervorgehen. Eine Komplementärförderung aus Mitteln des Bundes, wie etwa durch die Initiative Musik oder den Musikfonds, ist zulässig. Die Förderung eines Projektes ausschließlich aus Mitteln des Musicboards ist jedoch ebenso möglich. Bare Eigenmittel sind gleichfalls keine Voraussetzung für die Antragstellung.
Wann genau ist die Antragsfrist?
Die Antragsfristen im Programm Karrieresprungbrett Berlin sind jährlich am 1. April sowie 1. November. Die Antragsfrist am 1. April bezieht sich dabei auf Projekte, die innerhalb desselben Jahres umgesetzt werden, die Antragsfrist am 1. November hingegen auf Projekte, die innerhalb des Folgejahres umgesetzt werden. Beide Antragsfristen sind um Mitternacht 00:00 Uhr, sprich, in der Nacht zum 2. April beziehungsweise 2. November. Bis zu diesem Zeitpunkt können Anträge online eingereicht werden und sind damit fristgerecht eingereicht. Der Antrag ist eingegangen, sobald nach erfolgreichem Absenden des Antrags ein pdf zum Download erscheint. Dieses ist erst nach positivem Juryvotum unterschrieben postalisch einzureichen. Wir empfehlen genug Zeit für den Upload der Antragsunterlagen einzuplanen. Sollten technische Probleme bei der Einreichung auftreten, wenden Sie sich gerne an: thalia.hertel@musicboard.berlin.de


Fragen zu Förderung und Projektstart

Wann und wie werde ich über die Entscheidung der Jury informiert?
Mit der Bekanntgabe der Juryentscheidung ist etwa 6 Wochen nach Antragsfrist zu rechnen. Die Antragsteller:innen werden per E-Mail informiert. Üblicherweise werden mehr Anträge gestellt als Fördermittel bereitstehen, das Musicboard ist nicht verpflichtet die Entscheidung zu erläutern. Ein Anrecht auf Förderung besteht nicht.
Ich habe eine Förderzusage erhalten – was nun?
Da seit der Antragstellung einige Zeit vergangen ist, sollten Zuwendungsnehmer:innen zuerst prüfen, ob das Projekt wie geplant zu realisieren ist oder ob Anpassungen vorzunehmen sind. Sind weniger Fördermittel bewilligt worden als ursprünglich beantragt, müssen Zuwendungsnehmer:innen einen aktualisierten Finanzplan einreichen. Sollte es Veränderungen bei den Projektbeteiligten, den Spielstätten oder dem Veranstaltungszeitraum geben, sind diese dem Musicboard ebenso verpflichtend mitzuteilen. Alle genannten Änderungen müssen vom Musicboard genehmigt werden. Sind Projektbeschreibung und Finanzierungsplan aktualisiert und abgestimmt, werden diese im Rahmen des Zuwendungsvertrags für verbindlich erklärt und dem:der Zuwendungsnehmer:in gemeinsam mit einer Reihe weiterer Anlagen und Merkblätter wie etwa den Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (kurz: ANBest-P) zugesandt. Die Fördergelder können erst ausgezahlt werden, sobald der Zuwendungsvertrag samt weiterer Dokumente unterzeichnet an das Musicboard Berlin zurückgesandt wurde. Den Dokumenten liegt ein sogenannter Mittelabruf bei, in dem Zuwendungsnehmer:innen die Höhe der Raten mit Daten angeben können, zu denen ihnen die Förderung überwiesen werden soll. Nach Überweisung muss die Rate jeweils in den folgenden zwei Monaten verbraucht werden. Bitte beachten Sie, dass das Musicboard Berlin Mittel erst auszahlen kann, sobald Eigenmittel und weitere Drittmittel verbraucht wurden. Für den Abruf der Mittel muss ein eigenes Konto, ausschließlich für die Abwicklung des Projektes, auf den Namen des:der offiziellen Fördermittelempfänger:in eingerichtet werden.
Wann darf ich mit dem Projekt beginnen?
Mit dem beantragten Projekt darf erst begonnen werden, sobald zwischen dem Musicboard Berlin und der Antragsteller:in ein entsprechender Fördervertrag geschlossen wurde. Alternativ kann nach positivem Jurybeschluss ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn beantragt werden, auf Grundlage dessen Zuwendungsnehmer:innen auf eigenes Risiko mit dem Projekt beginnen dürfen. Bitte berücksichtigen Sie: Ein Anspruch auf Förderung besteht erst mit Abschluss des Fördervertrags, der neben der bewilligten Zuwendung und der Finanzierungsart auch den Zeitraum zur vollständigen Durchführung und Abwicklung des Projektes festlegt. Projekte dürfen grundsätzlich nicht vor dem Bewilligungszeitraum beginnen und müssen innerhalb dieses Zeitraums abgeschlossen werden.
Wie stimme ich meine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit dem Musicboard ab?
In unseren vertraglichen Vereinbarungen ist geregelt, dass in sämtlichen projektbezogenen analogen wie digitalen Veröffentlichungen auf die Förderung durch die Musicboard Berlin GmbH sowohl durch Logoeinbettung als auch namentliche Nennung hinzuweisen ist. Das entsprechende Logo liegt unter Formulare und Vorlagen zur Nutzung bereit. Der Hinweis auf die Förderung lautet »gefördert durch die Musicboard Berlin GmbH«, »mit freundlicher Unterstützung durch die Musicboard Berlin GmbH« oder »funded by Musicboard Berlin GmbH«. Veröffentlichungen müssen mit dem Musicboard im Vorhinein abgestimmt werden. Bei Live-Veranstaltungen ist zudem ein Poster oder Banner des Musicboards anzubringen. Wir bitten darum, uns rechtzeitig Ihren Bedarf mitzuteilen. Generell ist wichtig, dass Sie uns regelmäßig über Ihr Projekt auf dem Laufenden halten und uns Änderungen und Aktualisierungen wie Location- oder Terminänderungen mitteilen. Wir veröffentlichen auf unserer Webseite Ihre Projektinformationen und teilen gerne auch Ihre Projektankündigungen auf unseren Social-Media-Kanälen.
Welche Änderungen muss ich dem Musicboard anzeigen?
Grundsätzlich ist bei allen inhaltlichen (den Projektzweck betreffenden) und finanziellen Änderungen Kontakt mit dem Musicboard Berlin aufzunehmen. Um die Zustimmung zu den Änderungen zu erhalten, muss die Gesamtfinanzierung des Projekts gesichert sein und der Zuwendungszweck nach wie vor erfüllt werden. In aller Regel darf nur noch um 20% von den vertraglich für verbindlich erklärten Finanzplanpositionen ohne Benachrichtigung des Musicboards abgewichen werden. Sowohl über neue Positionen als auch größere Abweichungen ist das Musicboard zu informieren und um Genehmigung zu bitten. Bitte beachten Sie dabei insbesondere, dass im Antrag ausgewiesene Eigenmittel (das heißt Geldmittel, die aus dem Vermögen der Antragsteller:innen in das Projekt eingebracht werden) nach Ausstellung des Zuwendungsvertrags nicht reduziert oder durch andere Drittmittel ersetzt werden können.


Fragen zur Projektabrechnung

Was habe ich in meiner laufenden Buchführung zu beachten, sobald mein Projekt begonnen hat?
Sobald ein gefördertes Projekt begonnen wurde, sind verschiedene Aspekte bei der Verwendung der Fördergelder zu beachten, die sich an den Allgemeinen Nebenbestimmungen zur Projektförderung sowie der Landeshaushaltsordnung des Landes Berlin orientieren. Alle Einnahmen und Ausgaben, die im Rahmen des Projektes entstehen, müssen durch Originalbelege wie etwa Rechnungen, Verträge oder Kassenzettel nachgewiesen werden. Diese müssen dabei stets durch einen Zahlungsbeweis wie Kontoauszug oder Barquittung ergänzt werden. Auch Einnahmen wie Eintrittsgelder sind mit den entsprechenden Kassenabrechnungen und Einzahlungsnachweisen zu belegen. Alle Belege müssen die im Geschäftsverkehr üblichen Angaben wie Datum, Betrag, Zweck und Zahlungsempfänger:in enthalten. Für Rechnungen gelten gesetzliche Pflichtangaben über die beispielswiese die Industrie- und Handelskammer zu Berlin näher informiert.
An welche Bestimmungen habe ich mich zu halten, wenn ich Personal beschäftige oder Künstler:innen und andere Dritte mit einer Leistung beauftrage?
Das Musicboard fordert eine angemessene Bezahlung aller Projektbeteiligten, vor allem auch Musiker:innen und Expert:innen in eigener Sache. Bei der Beauftragung professionell arbeitender Einzelmusiker:innen und Bands spricht das Musicboard Berlin demnach Honoraruntergrenzen aus, die sich als Richtwert verstehen und je nach Professionalisierungs- und Bekanntheitsgrad der Musiker:innen sowie dem Veranstaltungrahmen variieren können. Wir empfehlen Mindesthonorare von 200 bis 250 Euro pro Musiker:in bei Bands sowie 500 Euro pro Musiker:in bei Einzelmusiker:innen und Duos. Für angestelltes Personal gilt neben dem Landesmindestlohn in Höhe von 12,50 Euro pro Stunde zudem das sogenannte Besserstellungsverbot (Projektpersonal darf nicht besser bezahlt werden, als vergleichbare öffentliche Angestellte). Wenn im Rahmen Ihres Projektes Aufträge an Dritte vergeben werden, zum Beispiel für Technikanmietung, Flyerdruck oder ähnlichem, sind je nach Auftragsvolumen zwingend gewisse Bestimmungen aus dem Vergaberecht zu beachten. Das meint bei Ausgaben bis zu 1.000 Euro netto einen formlosen Preisvergleich, der beispielsweise durch Internetrecherche oder telefonische Auskunft zu vermerken ist, und bei Ausgaben über 1.000 Euro netto die Einholung von mindestens drei schriftlichen Angeboten. Es ist das im Kosten-Leistungs-Verhältnis günstigste Angebot auszuwählen (nicht notwendigerweise das billigste). Die Vergabe-Entscheidungen sind immer mit ein paar Sätzen schriftlich zu dokumentieren. Bei Ausgaben für Reisen oder Übernachtungen gilt das Bundesreisekostengesetz. Detaillierte Informationen finden Sie in Ihrem Zuwendungsvertrag sowie dem Leitfaden für Verwendungsnachweise.
Welche Ausgaben kann ich nicht im Rahmen der Förderung durch das Musicboard abrechnen?
Die bewilligten Gelder dürfen grundsätzlich ausschließlich projektbezogen und zweckgebunden, das heißt für den geförderten Projektzweck, ausgeben werden. Dies ist am Ende des Vorhabens durch entsprechende Originalbelege detailliert nachzuweisen. Zuwendungsfähig sind nur Ausgaben, die erst und allein durch das Projekt und innerhalb des entsprechenden Projektzeitraums verursacht werden. Laufende Sach- und Personalkosten, wie etwa die Bereitstellung von Stammpersonal, Versicherungen und anderer vorhandener Infrastruktur, sind im Normalfall nicht abrechenbar. Ebenfalls sind Ausgaben wie Taxifahrten und Künstler:innen-Catering nur in begründeten Ausnahmefällen zuwendungsfähig. Taxikosten können beispielsweise nur für den Transport von schwerem Equipment abgerechnet werden. Die Bewirtung von Gästen (kein Alkohol, keine Mitarbeiter:innen) ist nur in angemessener Höhe möglich und muss im Zweifelsfall mit dem Musicboard abgestimmt werden. In jedem Fall muss eine Liste der bewirteten Personen eingereicht werden.
Wie und bis wann muss ich mein Projekt abschließen?
Geförderte Projekte müssen innerhalb des im Zuwendungsvertrag festgelegten Zeitraums durchgeführt werden. Eine Verlängerung des Projektzeitraums muss schriftlich spätestens vor Ende des gültigen Zeitraums beantragt werden. Eine Verlängerung kann nur innerhalb des Jahres der Förderung bewilligt werden. Spätestens 3 Monate nach Ende des Projektzeitraums sind die Projekte in Form eines Verwendungsnachweises abzurechnen und fristgerecht zur Prüfung an das Musicboard Berlin einzusenden. Der Verwendungsnachweis kann in deutscher oder englischer Sprache vorgelegt werden und muss neben einem zahlenmäßigen Nachweis und einer Belegliste auch einen Sachbericht, die Originalbelege und vollständigen Kontoauszüge im Projektzeitraum enthalten. Bitte verwenden Sie für die korrekte Gegenüberstellung Ihres als verbindlich erklärten Finanzplans und der tatsächlichen Kosten (Soll-Ist-Vergleich) lediglich die hierfür vorgesehene Vorlage. Alle Informationen zum Aufbau des Verwendungsnachweises finden Sie in unserem Leitfaden für Verwendungsnachweise. Sollten die Mittel mit Ende des Projektzeitraums ganz oder teilweise nicht für Zahlungen im Rahmen des Projektes benötigt werden, sind diese unverzüglich zurückzuzahlen. Bei weiteren Abweichungen von Finanzierungsplan oder Zuwendungszweck, bei fehlenden Belegen oder sonstigen Unklarheiten wird das Musicboard den:die Zuwendungsnehmer:in kontaktieren, der:die dazu verpflichtet ist alle dazugehörigen Unterlagen 5 Jahre aufzubewahren. Im schlechtesten Fall kann es zur Nichtanerkennung bestimmter Posten und zur Rückforderung von Fördermitteln kommen.

Der erste Antragszeitraum für das Jahr 2022 hat geendet. Informationen zur zweiten Antragsfrist im Jahr 2022 werden voraussichtlich im Februar 2022 bekanntgegeben.