Musicboard-Berlin > Über uns > Das Musicboard

Das Musicboard ist eine bundesweit einzigartige Einrichtung und will Popmusik auf neue, einfallsreiche Art fördern sowie den Diskurs zur Popkultur in Berlin lebendig halten. Es vertritt einen wertschätzenden Umgang mit Diversität und eine inhaltsbasierte Musikförderung, bei der künstlerische Qualität und die Perspektive der Musiker:innen im Vordergrund stehen. Es setzt auf die Mitarbeit und innovative Kraft der Musikschaffenden, ihrer Communities und Kollektive.

WAS IST DAS MUSICBOARD BERLIN?

Die Musicboard Berlin GmbH versteht sich als Fürsprecherin, Beraterin, Ermöglicherin und Komplizin der popkulturellen Musikszene Berlins. Ins Leben gerufen wurde sie im Jahr 2013 als gemeinsame Initiative von Berliner Musikakteur:innen und dem Land Berlin. Als deutschlandweit einzigartige Einrichtung begleiten wir das Treiben in und den Diskurs um die Popkultur der Stadt in all ihrer Vielfalt. Mit Stipendien und Residenzen für Künstler:innen sowie Förderungen für ungewöhnliche Veranstaltungsformate unterstützen wir die Szene in engem Dialog mit ihren Mitgliedern.

Die Sondierungsgespräche, Dialogprozesse sowie öffentlichen und nicht-öffentlichen Anhörungen zur Gründung des seit dem Jahr 2015 als landeseigene GmbH firmierenden Musicboards sind hier transparent einsehbar.

WAS TUN WIR?

Uns geht es auf jeder Ebene unserer Arbeit um die Unterstützung einer vielseitigen und vielschichtigen Musiklandschaft. Wir fungieren als offenes Ohr und helfende Hand für die die lebhafte Szene der Stadt, die einen essentiellen Beitrag zur kulturellen Identität der Stadt beiträgt. Zu unseren Aufgaben zählen die Förderung, Beratung, Vermittlung und Vernetzung von Musiker:innen, Bands, Veranstaltungen und anderen Projekten im Bereich der Popmusik. Unter Popmusik verstehen wir dabei all jene Genres und Spielarten, die nicht eindeutig der klassischen und Neuen Musik oder dem Jazz zugeordnet werden können.

Seit dem Jahr 2017 ist die Senatsverwaltung für Kultur und Europa des Landes Berlin für das Musicboard zuständig.

MIT WEM ARBEITEN WIR DAFÜR ZUSAMMEN?

Berlin ist und bleibt eine Stadt der Künstler:innen und der freien Szenen, die Raum und Ressourcen zur Entfaltung benötigen. Doch sind es genau diese Menschen und Communitys, die strukturellem Wandel, Verdrängung und prekären Arbeitsbedingungen am stärksten ausgesetzt sind. Deshalb stehen wir insbesondere dafür ein, dass kreative Freiräume erhalten bleiben, die Infrastrukturen und Arbeitsbedingungen für Musiker:innen verbessert und bestehende Netzwerke gestärkt oder gar neue aufgebaut werden. Seit unseren Anfangstagen kooperieren wir mit der Szene und ihren Mitgliedern direkt. Genauso aber arbeiten wir auch mit Berliner Verwaltungseinrichtungen und Behörden zusammen. Wir vermitteln zwischen ihnen und der Berliner Popmusik-Szene und stehen dieser damit als niedrigschwellige und lösungsorientierte Ansprechpartnerin zur Seite.

WAS UND WEN FÖRDERN WIR?

Wir unterstützen in sechs verschiedenen Förderprogrammen Musiker:innen und Musikprojekte in Berlin. Diesen gehen sogenannte Call for Concepts voraus, die jeweils von einer unabhängigen Jury begutachtet und ausgewertet werden. Wir schreiben Stipendien und Residenzen im In- und Ausland aus, in deren Rahmen Künstler:innen unabhängig von wirtschaftlichen Zwängen kreative Konzepte umsetzen können, ermöglichen und fördern Tourneen als Support-Act. Das Programm Karrieresprungbrett Berlin dient Projekten und Plattformen, die sich dem musikalischen Nachwuchs widmen. Pop im Kiez und Festivalförderung sind jeweils auf Live-Projekte in den Berliner Nachbarschaften und der Unterstützung von Konzert- und Gesprächsreihen, Festivals oder Workshops ausgerichtet, die die Berliner Musikszene nachhaltig vorantreiben und gemeinschaftliche Erlebnisse ermöglichen. Seit dem Jahr 2020 ergänzt eine Labelförderung, die auf die Bedürfnisse aufstrebender Künstler:innen zugeschnitten ist, das Förderangebot des Musicboards.

An Popkultur sollten nicht nur alle teilhaben können, sondern auch aktiv an ihrer Gestaltung mitwirken dürfen. Diversität und Inklusion sind deshalb zentrale Aspekte unserer Arbeit, an denen sich auch unsere Förderschwerpunkte orientieren. Neben der Unterstützung von Frauen*, nicht-binären sowie queeren Personen und BIPoC (Black, Indigenous, People of Colour) zielen wir auf eine geschlechtergerechte Verteilung von Fördermitteln und eine diverse Besetzung von Jurys und Gremien ab. Zudem engagieren wir uns als Musicboard für mehr Inklusion und Barrierefreiheit auf den Bühnen und hinter den Kulissen der Berliner Musikszene.

POP-KULTUR FESTIVAL & FÊTE DE LA MUSIQUE

Im Jahr 2015 haben wir das Festival Pop-Kultur ins Leben gerufen, das durch Konzerte, Talks, Lesungen, Filme und die von Musiker:innen für das Festival produzierten Commissioned Works einen ebenso diskursiven wie vielfältigen und inklusiven Raum eröffnen soll. Ziel ist es, Dialoge zu ermöglichen und nachhaltige Diskussionen weit über die eigentliche Musik hinaus anzustoßen. Mit dem Programm Pop-Kultur Nachwuchs gesellt sich in diesem Sinne ein Workshop- und Fortbildungsprogramm für 250 junge Talente aus aller Welt hinzu.

Seit dem Jahr 2018 veranstalten wir am 21. Juni jedes Jahres die Fête de la Musique, im Rahmen derer sich die Musikszene auf rund hundert Bühnen im öffentlichen Raum aller Berliner Bezirke präsentieren kann.

UNSERE JAHRESBERICHTE

Einen vollständigen Überblick über unsere Arbeit sowie alle geförderten Künstler:innen, Musikprojekte und Festivals innerhalb jedes einzelnen Förderjahrs bietet der jeweilige Musicboard Jahresbericht, welcher dauerhaft und transparent in unserem digitalen Archiv zum Abruf bereit steht.

Pop-Kultur Festival 2020 – 24/7 Diva Heaven (Foto: Camille Blake)
Pop-Kultur Festival 2020 – 24/7 Diva Heaven (Foto: Camille Blake)
Stipendiat:innentreffen 2019 (Foto: Roland Owsnitzki), alle Stipendiat:innen des Förderjahrgangs 2019 posieren vor dem Eingang zur Kuppelhalle im silent green Kulturquartier
Stipendiat:innentreffen 2019 (Foto: Roland Owsnitzki)
Musicboard Neujahrsempfang 2020 (Foto: Roland Owsnitzki)
Neujahrsempfang 2020 (Foto: Roland Owsnitzki)