Förderungen werden durch die Musicboard Berlin GmbH auf Empfehlung einer unabhängigen Jury aus Expert*innen der Berliner Musikszene sowie in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vergeben. Jurymitglieder werden in der Regel für eine Dauer von drei Jahren berufen. Aktuell setzt sich die Jury für das Programm Labelförderung wie folgt zusammen:
BEATE DIETRICH
Beate Dietrich blickt auf langjährige Erfahrung in einem Label mit angeschlossener Booking-Agentur und Edition zurück und hat als Mitgliederreferentin des Verbandes unabhängiger Musikunternehmerinnen e.V. (VUT) sowohl junge als auch etablierte Labelmacher*innen und weitere Unternehmer*innen aus der Independent-Branche beraten. Heute verantwortet sie als Projektmanagerin das bundesweite Mentoringprogramm MEWEM für den weiblichen, trans und non-binären Nachwuchs in der Musikwirtschaft. Beate war bzw. ist in verschiedenen Musik- und Kulturprojekten involviert – als Projektmanagerin, im Marketing oder als Förderberaterin. Ehrenamtlich engagierte sie sich lange als Redakteurin und Vorstandsmitglied bei einem Freien Radio und war 2021 Jurymitglied beim Wettbewerb Popmusik Sachsen.
EVA RÖLEN
Seit dem Teenager-Alter treibt sich Eva Rölen in der Musikindustrie herum. Als Musikerin spielte und organisierte sie Konzerte, seit sie 15 Jahre ist. Nach dem Abitur studierte sie International Music Management in Haarlem in den Niederlanden. Anschließend zog es sie nach Berlin, wo sie unter anderem als Veranstaltungsleiterin im White Trash Fast Food und als Bookerin bei Audiolith und Destiny Tourbooking arbeitete. Von dem Überschuss männlicher Künstler im Rock gelangweilt, gründete sie 2019 ihre eigene Agentur GRöli Music, mit der sie Künstlerinnen sowie neue, aufstrebende Bands im Booking und Management unterstützt. Nebenbei geht Eva selbst als Tourmanagerin, Mercherin und Produktionsleiterin auf Tour, arbeitet freischaffend als technische Abenddienstleiterin in Berliner Clubs und gibt deutschlandweit Musikindustrie-Workshops, Kurse und Einzelcoachings, unter anderem bei Music Pool Berlin. Wenn sich dazwischen noch ein freies Wochenende findet, kann man sie manchmal an der Gitarre und am Mikrofon mit ihrer eigenen Band erwischen.
PEER STEINWALD
Peer Steinwald ist Senior Director Creative Services bei Budde Music, einem der größten Indie-Musikverlage Europas. Er hat internationale Songwriter*innen und Künstler*innen wie den US-Hip-Hop-Produzenten Oddisee, den für den Latin Grammy nominierten brasilianischen Superstar Liniker, die schwedische Rockband Mando Diao und die norwegische preisgekrönte Musikerin und Produzentin Fay Wildhagen unter Vertrag genommen. Zu seinen Schwerpunkten gehört die kreative Zusammenarbeit mit internationalen Verlagspartnern wie Mushroom oder Beggars Music, mit den Katalogen legendärer Künstler wie John Lennon, Elvis Presley oder Dave Brubeck sowie mit Label-Verlagen wie Kompakt, Toy Tonics und Philophon. Als Executive Producer hat Peer eine Reihe von Aufnahmen entwickelt. Das letztjährige Tribute-Album für den Gitarristen Doc Watson, auf dem sowohl neue Talente als auch Country-Musik-Ikonen wie Dolly Parton zu hören sind, erhielt eine Grammy-Nominierung. Er hält regelmäßig Vorträge an Hochschulen und auf Konferenzen über die kreativen Möglichkeiten des Verlagswesens. Peer ist Mitglied des Global Advisory Board von Music Norway. Bevor er 2011 zu Budde Music kam, arbeitete er in den Bereichen Kulturpolitik und Sponsoring sowie PR für klassische Musik.
VICTOR EFEVBERHA
Victor Efevberha, geboren 1990 in Hamburg, hat eigentlich Stadtplanung studiert und auch kurz in diesem Bereich gearbeitet. Dann ist ihm aufgefallen, dass er sich lieber anhand von Pop-Kultur abseits des Mainstreams mit gesellschaftlichen Themen beschäftigt. Seitdem schreibt er und macht Bewegtbild-Beiträge über Gesellschafts-, Kultur- und Sport-Themen. Zu seinen Auftraggeber*innen gehören der Norddeutsche Rundfunk, die Tageszeitung (taz), neues Deutschland, Arte Tracks, Hypeculture (FUNK), Spiegel.de, COSMO (WDR), Internationale Politik (Magazin) und TIDE TV. 2023 sowie 2025 war er in der Kategorie »Musikjournalist*in des Jahres« für den International Music Journalism Award nominiert.