Jolly Goods

Foto: privat

Lennonesk herausfordernd taxieren einen die Schwestern auf dem Cover des zweiten Albums Walrus. Infernalisch, rastlos, manisch, ohnmächtig, geblendet vom Großstadtlicht, himmelschreiend, schmerzhaft, euphorisch, hypernervös, beruhigend und noch viel mehr klingt Tanno Pippi. Keine dreieinhalb Minuten brauchen die beiden Schwestern um mit dem ersten brachialen Lied Black die Menschheitsdämmerung zu beschwören und wieder abzusagen. Der Sound ist hartkantig und splitterfaserig. Gehacktes Klavier, leadige Gitarren – glühend spröde. Die Texte beschwören wunderschöne, abjekte Unordnungen. Jolly Goods arbeiteten u.a. mit Peaches, Allyson Mitchell, Hans Unstern, Dirk von Lowtzow und Moses Schneider zusammen. Für das kommende dritte Album komponierte Tanno Pippi über 3 Jahre lang Gitarren, Basslines, Orgeln, Synths, Trompeten und Streicher. Das neue Album ist ein vielschichtiges, melodiöses Werk einer eigenwilligen Band, die sich für die Tonaufnahmen sowie für die Musikvideos selbst verantwortlich zeigt.

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