Uckermark: Sternhagen Gut

nächste Antragsfrist 1.6.2022 – 18:00 Uhr

KONTAKT
Maureen Noe

maureen.noe@musicboard.berlin.de
T +49 (0)30 288 787 88

1 überblick

Das Musicboard vergibt zwei dreiwöchige Inlandsresidenzen auf Sternhagen Gut in der Uckermark an Berliner Solomusiker:innen, Duos, Gruppen oder Bands aus dem elektronischen oder elektroakustischen Bereich. Sternhagen Gut ist ein idealer Rückzugsort für Musiker:innen. Die Residenz eignet sich, um fokussiert und in Ruhe zu arbeiten, schreiben und komponieren. Es besteht die Möglichkeit produziertes Material im einfachen, hauseigenen Tonstudio weiterzuentwickeln.

2 Voraussetzungen

Antragsberechtigt sind:

  • Musiker:innen mit Wohn- und Schaffensmittelpunkt Berlin
  • Musiker:innen aus dem elektronischen oder elektroakustischen Bereich, die durch besondere kreative Leistungen hervortreten und professionell arbeiten
  • Musiker:innen, die über ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Eigeninitiative verfügen
  • Musiker:innen, die eine gültige Impfung gegen SARS-CoV-2 vorweisen können

3 zeitraum

Es werden zwei Residenzen mit einer Dauer von jeweils drei Wochen im Herbst 2022 angeboten. Die Residenzen finden zeitgleich statt. Die Zeiträume sind festgelegt, sie können nicht verkürzt oder verschoben werden. Residenz I eignet sich für Solokünstler:innen, Duos, Gruppen oder Bands (maximal 4 Personen). Achtung: In der großen Wohnung stehen zwei Zimmer mit jeweils einem Doppelbett zur Verfügung, das bei voller Belegung geteilt werden müsste. Residenz II eignet sich für Solokünstler:innen.

Residenz I – Große Wohnung: 1-4 Personen / 26.9. – 16.10.2022
Residenz II – Turmwohnung: 1 Person / 26.9. – 16.10.2022

4 Residenzort

Etwa 100 km nordöstlich von Berlin liegt Sternhagen Gut in der malerischen Uckermark. Die Residenz ist in einem ehemaligen Gutshaus auf einem Hof gelegen, der seit 12 Jahren von den Berliner Musiker:innen Gudrun Gut und Thomas Fehlmann bewohnt ist und immer wieder als Arbeits- und Inspirationsort für Musiker:innen dient. Der große Garten und der angeschlossene verwilderte Park bieten einen ruhigen Residenzort inmitten der Natur zur Apfelerntezeit im Herbst.

Die Resident:innen leben und arbeiten in der Turmwohnung beziehungsweise der Großen Wohnung des Hauses. In den Wohnräumen ist ein Tech-Tisch vorhanden, der nach Absprache mit kleinem Mischpult und NS-10 Abhöre (Yamaha NS-10 Boxen) ausgerüstet werden kann und Platz bietet, die eigenen Instrumente einzurichten. Es besteht zudem die Möglichkeit die frisch entwickelten Arbeiten nach Absprache im hauseigenen, einfachen Tonstudio mit anderen Instrumenten weiterzuführen oder zu mischen. Vor Ort sind gegebenenfalls weitere Gäste im Haus anwesend. Während der Residenzen ist Gudrun Gut Ansprechpartner:in und unterstützt die Künstler:innen im Rahmen eines individuellen Mentorings bei der Entwicklung der künstlerischen Projekte.

Es sind zwei Fahrräder vorhanden, um die weitläufige Gegend, die nahegelegenen Seen, das Naturschutzgebiet und die Wälder zu erkunden oder im Nachbarort einzukaufen. Um die Verpflegung kümmern sich die Resident:innen selbst, die Wohnungen verfügen über eine voll ausgestattete Küche. Ein Auto ist empfehlenswert aber nicht zwingend notwendig.

5 Leistungen

Das Musicboard übernimmt:

  • die Kosten für An- und Abreise, Unterkunft, drei Tage Studionutzung und zehn Stunden Mentoring
  • ein wöchentliches Stipendium in Höhe von 250 Euro pro Person
  • einen einmaligen Projektkostenzuschuss in Höhe von 500 Euro pro Residenz

6 bewerbung

Folgende Unterlagen sind auf Deutsch oder Englisch ausschließlich über das digitale Antragsformular einzureichen, das über den Button am Ende dieser Seite zu erreichen ist:

  • Ausgefülltes Antragsformular
  • Motivationsschreiben
    inklusive Darstellung und Begründung des geplanten künstlerischen Vorhabens im Rahmen der Residenz, maximaler Umfang von zwei A4-Seiten
  • Künstlerischer Lebenslauf
    inklusive Auflistung von künstlerischen Meilensteinen wie Auftritte, Konzerte, Produktionen, Veröffentlichungen, Kollaborationen, Auszeichnungen und Preise
  • drei Musikbeispiele
    einzureichen als mp3-Upload
  • Scan der Meldebestätigung oder des Personalausweises (Vorder- und Rückseite)
    aus dem der Wohnort Berlin hervorgeht, bei Bands ist der Nachweis des antragstellenden Bandmitglieds ausreichend
  • für Staatsangehörige aus Nicht-EU-Ländern: Passkopie
    inklusive der Blätter zu Aufenthaltstitel, Aufenthaltsdauer und erlaubter Tätigkeit, bei Bands ist der Nachweis des antragstellenden Bandmitglieds ausreichend

Antragsteller:innen können sich pro Förderrunde auf mehr als eine Residenz bewerben. In diesem Fall sind separate Anträge einzureichen. Es muss zwingend pro angegebenem Residenzort ein aussagekräftiges Motivationsschreiben verfasst werden.

Nur vollständige Unterlagen können bearbeitet bzw. berücksichtigt werden. Alle Angaben werden vertraulich behandelt und dienen ausschließlich Entscheidungs- beziehungsweise Förderungszwecken. In die Veröffentlichung einzelner relevanter Daten im Falle der Förderung wird mit Antragstellung eingewilligt.

7 Auswahlverfahren

Die Residenzen werden durch die Musicboard Berlin GmbH auf Empfehlung einer unabhängigen Jury aus Expert:innen und Kenner:innen der Berliner Musikszene sowie in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa vergeben. Jurymitglieder werden in der Regel für eine Dauer von drei Jahren berufen. 2022 setzt sich die Jury für das Programm Stipendien & Residenzen wie folgt zusammen:

  • Julia Lorenz
    Musikjournalistin und Autorin
  • Katja Lucker
    Geschäftsführerin Musicboard Berlin GmbH
  • Pamela Owusu-Brenyah
    A&R, Musikberaterin und Kuratorin Pop-Kultur Festival
  • Sarah Farina
    DJ und Produzentin
  • Thien Nguyen
    Labelbetreiber, DJ, Musik- und Filmproduzent

Kurzinformationen zu den Jurymitgliedern finden Sie hier.

8 Häufige Fragen

Häufige Fragen zu den Residenzen haben wir hier gesammelt. Bei den vorliegenden Angaben handelt es sich um allgemeine, nicht rechtsverbindliche Auskünfte, die eine Betrachtung des Einzelfalles nicht ersetzen. Gerne beantworten wir weitere, konkrete Fragen zum Förderprogramm telefonisch oder per Mail. Wir bitten Sie diese FAQs und die weiteren Infos auf dieser Webseite aufmerksam zu lesen, bevor Sie uns kontaktieren. Wir weisen zudem auf das kostenlose Angebot der Kulturförderberatung von Kreativ Kultur Berlin hin, das Kulturakteur:innen aller Sparten bei der Suche nach Förderung unterstützt sowie Tipps zur Antragstellung und einen Antragscheck bereitstellt.

Was heißt Wohn- und Schaffensmittelpunkt Berlin?
Residenzen vergibt das Musicboard ausschließlich an Musiker:innen, die ihren Wohnort und Schaffensmittelpunkt in Berlin haben. Das meint im Fall von Bands, dass der überwiegende Teil ihrer Mitglieder in Berlin leben und hier ihren beruflichen Mittelpunkt haben. Nachzuweisen ist der Wohn- und Schaffensmittelpunkt Berlin von Solo-Acts durch die entsprechende Meldebescheinigung oder Personalausweiskopie (beide Ausweisseiten) sowie von Bands durch die Meldebescheinigung oder Personalausweiskopie (beide Ausweisseiten) des antragstellenden Bandmitglieds. Die Nationalität der Musiker:innen spielt keine Rolle. Für antragstellende Staatsangehörige aus Nicht-EU-Ländern gilt aber, dass zusätzlich zur Berliner Meldebescheinigung auch eine Passkopie inklusive der Blätter zu Aufenthaltstitel, Aufenthaltsdauer und erlaubter Tätigkeit einzureichen ist. Bitte beachten Sie, dass die Meldung in Berlin in allen Fällen amtlich nachgewiesen sein muss, Mietverträge und Ähnliches reichen als Nachweis nicht aus. Wir bitten von der Einreichung solcherlei Unterlagen mit sensiblen Personendaten abzusehen.
Ich habe als Künstler:in bereits einen anderen Antrag beim Musicboard gestellt. Kann ich mich dennoch für die Residenz bewerben?
Grundsätzlich ist es möglich, dass Musiker:innen mehrfach gefördert werden, insofern das Vorhaben der Jury förderwürdig erscheint. Pro Förderrunde können sich Antragsteller:innen auf mehr als eine Residenz bewerben. In diesem Fall sind separate Anträge einzureichen. Es muss zwingend pro angegebenem Residenzort ein aussagekräftiges Motivationsschreiben verfasst werden. Anträge ohne Motivationsschreiben können nicht bearbeitet werden. Es ist ebenfalls möglich sich gleichzeitig für ein Stipendium und eine oder mehrere Residenzen zu bewerben. In diesem Fall sind ebenfalls separate Anträge einzureichen. In der Regel wird die Jury aufgrund der hohen Anzahl an Bewerbungen innerhalb einer Förderrunde nur ein Vorhaben pro Künstler:in zur Förderung empfehlen.
Wie muss mein Motivationsschreiben gestaltet sein?
In ihrem Motivationsschreiben sollten Bewerber:innen in maximal 2 Seiten Text darlegen, wieso sie sich auf die Residenz bewerben und welches künstlerische Vorhaben sie im Rahmen der Residenz umsetzen möchten. Aus dem Motivationsschreiben sollte hervorgehen, dass der:die Antragsteller:in sich mit dem künstlerischen und kulturellen Kontext und dem Profil des Residenzorts auseinandergesetzt hat. Bei Bewerbung auf mehrere Residenzorte muss zwingend pro Residenzort ein aussagekräftiges Motivationsschreiben verfasst werden. Anträge ohne Motivationsschreiben können nicht bewertet werden. Das Dokument kann auf Englisch oder Deutsch eingereicht werden.
Wie muss mein künstlerischer Lebenslauf gestaltet sein?
Im künstlerischen Lebenslauf können Antragsteller:innen ihren künstlerischen Werdegang darlegen. Zudem fragen wir im Antragsformular Meilensteile der künstlerischen Karriere als stichwortartige Auflistung von Auftritten, Konzerten, Produktionen, Veröffentlichungen, Kollaborationen, Residenzaufenthalten, Auszeichnungen und Preisen ab. Der künstlerische Lebenslauf kann auf Englisch oder Deutsch eingereicht werden.
Welche Songs kann ich als Musikbeispiele einreichen, gehen auch Demos?
Es sollten drei Songs sein, die Sie und Ihre Kunst repräsentieren. Das müssen nicht zwingend die neuesten Songs sein, oder die, an denen man im Rahmen des beantragten Vorhabens arbeiten möchte. Demos können auch eingereicht werden. Je nach Qualität der Demos kann es sinnvoll sein, auch 1 bis 2 ältere ausproduzierte Werke einzureichen.
Ich habe Fragen zur Barrierefreiheit der Residenz – an wen kann ich mich wenden?
Die verfügbaren Unterkünfte befinden sich im Obergeschoss, es ist kein Aufzug vorhanden. Sie ist damit nicht barrierefrei für Rollstuhlnutzer:innen zugänglich. Um unser Residenzprogramm dennoch so zugänglich für alle und so inklusiv wie möglich zu gestalten, stehen wir bei allen Fragen, Anliegen und Anregungen jederzeit zur Verfügung. Bei besonderen Bedürfnissen und weiteren Fragen zur Barrierefreiheit der Residenz wenden Sie sich bitte gerne vor Antragstellung für eine persönliche Beratung an Maureen Noe: maureen.noe@musicboard.berlin.de.
Wann genau ist die Antragsfrist?
Die Antragsfrist der Residenz ist am 1. Juni 2022 um 18:00 Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt können Anträge online eingereicht werden und sind damit fristgerecht eingereicht. Der Antrag ist eingegangen, sobald er nach erfolgreichem Absenden in ihrem User:innenprofil unter »Eingereichte Anträge« erscheint. Wir empfehlen genug Zeit für den Upload der Antragsunterlagen einzuplanen und den Antrag nicht kurz vor knapp zu stellen. Die Uploadgeschwindigkeit unseres Servers kann sich aufgrund erhöhten Traffics verlangsamen. Sollten technische Probleme bei der Einreichung auftreten, machen Sie bitte einen Screenshot, speichern einen Entwurf des Antrags (»Zwischenspeichern«) und benachrichtigen Sie uns umgehend per E-Mail an: maureen.noe@musicboard.berlin.de
Was sind die Auswahlkriterien der Jury und wann werde ich über die Entscheidung informiert?
Die Jury empfiehlt in erster Linie nach künstlerischer Qualität der Arbeit, Erfolgschancen und Schlüssigkeit des vorgestellten Vorhabens. Die Projektidee sollte sinnvoll sein für die Entwicklung und Karriere des:der Antragsteller:in. Dies wird im Motivationsschreiben herausgearbeitet. Bei den Förderentscheidungen wird darauf geachtet die Diversität der Berliner Musikszene abzubilden. Das Musicboard und die berufene Jury legen großen Wert auf Inklusion und ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis. Mit der Bekanntgabe der Juryentscheidung ist etwa 4 bis 6 Wochen nach Antragsfrist zu rechnen. Die Antragsteller:innen werden per E-Mail informiert. Zu- und Absagen werden gleichzeitig verschickt. Das Musicboard ist nicht verpflichtet die Entscheidung zu erläutern. Ein Anrecht auf Förderung besteht nicht.

Sie haben sich mit allen notwendigen Informationen zur Residenz vertraut gemacht? Dann bewerben Sie sich jetzt.

 

Sternhagen Gut (Foto: Thomas Fehlmann)
Sternhagen Gut (Foto: Thomas Fehlmann)
Sternhagen Gut – Turmwohnung (Foto: Thomas Fehlmann)
Sternhagen Gut – Turmwohnung (Foto: Thomas Fehlmann)