Portrait XO

Als Portrait XO Ende der 90er Jahre zum ersten Mal mit der Musik von Radiohead, Björk und Massive Attack in Kontakt kam, änderte sich ihre gesamte Wahrnehmung des Musikschaffens. Es verstärkte ihr Interesse an der Erforschung experimenteller Ansätze, das obgleich ihrer stark klassisch geprägten Klavierausbildung, durch eine Begeisterung für Jazz und Improvisation immer schon vorhanden war. Für Portrait XO eröffnet sich eine neue Perspektive, die sich während ihrer Arbeit in London zwischen 2006 und 2015 zunehmend ausprägt. Heute ist Portrait XO Sängerin, Songwriterin, Produzentin und Installationskünstlerin, die sich im Feld von AR/VR/XR und KI bewegt. Sie forscht an einer Bandbreite von Klängen von gefühlvollem Pop bis experimenteller Musik auf eine Weise, die sich fortwährend überdenkt. Im März 2020 schloss Portrait XO eine Künstlerresidenz bei Sónar+D und Factory Berlin ab, wo sie sich mit künstlicher Kreativität, möglichen Kollaborationsformen von Mensch und Maschine und neuen, zukunftsweisenden Arten künstlerischen und musikalischen Schaffens befasste. Ihre aktuellste experimentelle Arbeit setzt sich aus einem neuronalen Netzwerk zusammen, das aus einer Stunde eingespielten Vocals eine zehnstündige Audiospur generiert.

Portrait XO erhält 2020 eine Förderung in Höhe von 5.000 Euro für die Entwicklung einer Live-Performance, die auditive und visuelle Elemente dynamisch in Bezug setzt.

Portrait XO (Foto: Lydia Goolia)
Portrait XO (Foto: Lydia Goolia)