Oum Shatt

Foto: Charley Vecten

Nach großen Erwartungen hat das 2016 erschienene gleichnamige Debüt den charakteristischen Klang von Oum Shatt ausformuliert: entschlackter Rock’n’Roll, dezent eingesetzte arabische Harmonien und hypnotische Rhythmik von unterschiedlichsten, zum Teil selbstgebastelten perkussiven Elementen, repetitive mäanderförmige Gitarren und darüber Jonas Poppes mantraartiger Bariton. Oum Shatt sind ein analoges, geometrisches Tanz-Konstrukt, im Arrangement modern und transparent, aber eine Vergangenheit heraufbeschwörend, die es so nie gegeben hat. Neben phrygischen Tonskalen und Referenzen an New Wave und türkischer, psychedelischer Musik der 70er, fügen sich mystische Chöre, und seltsame Samples zu einem Bild zusammen, die die lyrischen Themen kontrapunktieren: Sex, Politik, Krise und deren Überschneidungen. Oum Shatt sind die Gründerverschwörer Jonas Poppe (Kissogram, Sitcom Warriors) und Chris Imler (Chris Imler, Die Türen, Golden Showers, i.a.), sowie die aktuellen Werkzeuge Rémi Letournelle (Slow Steve, Fenster) und Richie Murphy (Michael Knight). Unbeirrt von stets drohendem Bankrott nach einer Reihe fragwürdiger Investitionen produzieren sie derzeit ihr Zweitalbum, das 2020 erscheinen soll.

Mit der Förderung in Höhe von 5.000 € wollen Oum Shatt ein Album aufnehmen und veröffentlichen sowie promoten.