Laure Boer

Foto: Paul Rousteau

Laure Boer verbindet das Erwartete mit dem Unerwarteten. Mit Musik wie einem Ritual und Performance wie Zauberei beschreibt Boer ihren Klang treffend als „witchtronic“. Aus der klanglichen Abstraktion entsteht ein System aus Beats, Schnalzen und Summen; aus dem Nichts eine Stimme, die in ihrer französischen Muttersprache singt oder rezitiert. Boer stammt aus einer musikalischen Familie und bringt ihre Instrumente –kleine Holzutensilien, klappernde Metallobjekte und besaitete Artefakte – zu einer Performance zusammen, die sich in seltsamen Formen und Zuständen und manchmal verblüffender Schönheit ausdrückt. Boer arbeitet auch intensiv in der gestaltenden Kunst und hat unter anderem mit dem bildenden Künstler Yan Gi Cheng, Musikern wie Benjamin Geyer, Igor Titenkos Radio Vostok und kürzlich San Diegos SKRAPEZ kollaboriert, mit dem sie Ende 2018 einen Tonträger veröffentlichte.

Laure Boer erhält 2019 die Residenz in Manila, Philippinen.