FERHAT

Foto: Cagan Okuyan

Eigentlich sollte FERHATs EP ›Turkish Delights‹ sich primär um die Themen Erotik und Islam drehen. Doch gegenwärtige politische Ereignisse haben seine durchaus »delikaten türkischen Angelegenheiten« fast von selbst eine unerwartete Wendung nehmen lassen. FERHATs verspielter Global-Pop handelt jetzt nicht mehr nur von Liebe und Religion, sondern auch von Revolution und davon, wie sich Istanbul verändert. Einige der Songs schrieb der in Berlin-Kreuzberg lebende schweizerisch-türkische Musiker mit der syrisch stämmigen Songwriter-Koryphäe Masen Abou Dakn sowie der Komponistin und Produzentin Jovanka von Wilsdorf. Dabei sind tanzbare und mutige Tracks entstanden, die kein Blatt vor den Mund nehmen und beweisen, dass eine kritische Haltung mit Spaß vereinbar ist. FERHAT konfrontiert und verschmilzt Welten miteinander – Istanbul, Berlin und Zürich, hedonistische Partykultur und gezügelte Sinnlichkeit, Berghain und Islam – und leistet so ohne auch nur einen Hauch von Berührungsängsten seinen ganz eigenen und persönlichen Beitrag »musikalischer Vermittlungsarbeit«.

FERHAT erhält 2020 eine Förderung in Höhe von 2.500 Euro für eine Reihe an Promomaßnahmen und -showcases im Zuge seines ›Turkish Delights‹-EP-Releases.

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