Anoki

Anoki wächst in den 90er Jahren zwischen niederländischen Rotfassaden und bayerischer Kleinstadt als Sohn eines in Indonesien geborenen Vaters mit amerikanischer Staatsbürgerschaft und einer deutschen Mutter auf. Im Nirgendwo zwischen einem Ort, an dem man niemand ist und einem Ort, an dem man nichts hat. Während der Vater immer irgendwo ist, zeigt die alleinerziehende Mutter ihrem Sohn, wie sich die Musik im Radio auf Kassette überspielen lässt. Für Anoki öffnet sich ein Tor zu einer neuen Welt. Gitarre, Punk, Politik in alternativen Jugendzentren einer konservativen Wertegemeinschaft, dann Hip-Hop und die Plattensammlung des älteren Bruders. Entgegen der in seiner Heimatstadt weit verbreiteten Überzeugung, dass Musik kein Beruf sei, entschließt sich Anoki nach Umwegen, in Berlin seinen eigenen Weg zu gehen. Seine intensive, teils schwerfällige Art durch Rap, Geschichten über Depression, Rassismuserfahrungen und Zukunftsängste zu erzählen und dafür die richtigen Worte zu finden, fällt auf. Anoki beweist sich und der Welt: Musik kann ein Beruf sein.

Anoki erhält 2021 eine Förderung in Höhe von 8.000 Euro für die Produktion eines Albums und damit einhergehende Promotion- und Marketingmaßnahmen.

Anoki (Foto: Janos Götze)
Anoki (Foto: Janos Götze)