Nils Ostendorf

Foto: Oliver Schultz-Berndt

Nils Ostendorf, geboren 1977 in Hamburg, arbeitet als Trompeter und Komponist in Berlin. Er studierte von 1997 bis 2002 Jazztrompete an der Folkwanghochschule Essen und am Rotterdams Conservatorium. Im Jahr 2000 wurde er mit dem Folkwang Preis ausgezeichnet und erhielt 2001 und 2002 Stipendien des Kultusministeriums NRW und des DAAD für Studienaufenthalte in New York und am Banff Centre for the Arts in Kanada. Nils Ostendorf hat auf seinem Instrument unter Einbindung von spezifisch entwickelten Spieltechniken eine ganz eigene musikalische Sprache entwickelt, die von zeitgenössischer Musik, elektroakustischer Musik und Naturgeräuschen inspiriert ist. Er ist als Trompeter international in den Bereichen experimentelle Musik und Improvisation tätig, Konzerttourneen führten ihn durch ganz Europa, die USA und Kanada. Als Trompeter wirkte er zudem an zahlreichen Hörspiel-, Klangkunst- und Theaterproduktionen mit. 2017 gründete er die Synth-Rock-Band Polypore mit den Theatermusikern Daniel Freitag und Max Andrzejewski.

Seit seiner Studienzeit interessierte sich Nils Ostendorf für die Arbeit in den Bereichen Tanz und Theater. Nach ersten Erfahrungen mit den Choreografen Felix Bürkle und Samir Akika als Trompeter und Komponist entstanden 2006 erste Theatermusiken für den französischen Regisseur Mikaël Serre. 2007 arbeitete er als Theaterkomponist erstmals mit Thomas Ostermeier zusammen, mit dem ihn bis heute eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet, mit zahlreichen Produktionen an der Berliner Schaubühne, den Münchner Kammerspielen,  der Toneelgroep Amsterdam, am Theater Vidy Lausanne und am Theatre of Nations Moskau. Zusätzlich komponierte er Theatermusiken für Yael Ronen, Falk Richter und Maris von Mayenburg am Gorki Theater Berlin und am Residenztheater München.

Nils Ostendorf erhält 2019 eines der beiden Inlandsstipendien für die Komposition und Gestaltung eines Abends aus der Reihe AUS DEM HINTERHALT an der Deutschen Oper Berlin.