Clubkataster 2015

Pressemitteilung vom 02.06.2015

 

“Clubkataster” bringt erstmals alle Musikspielstätten Berlins auf eine Karte

heute wurde in einem Pressegespräch gemeinsam mit dem Senator für Stadtentwicklung und Umwelt von Berlin, Herrn Andreas Geisel, das „Clubkataster“ der Musicboard Berlin GmbH in Zusammenarbeit mit der Clubcommission vorgestellt.

Es handelt sich um ein Verzeichnis von Räumen und Flächen der Berliner Musik- und Kreativwirtschaft. Berlin als musikfreundliche Metropole hat eine prägende Clubkultur mit hohem Stellenwert für die Stadt. In einer wachsenden und sich verdichtenden Stadt gibt es aber auch Interessenskonflikte zwischen Anwohnern und Clubs, Livespielstätten oder anderen Kreativräumen.

Das Land Berlin möchte ein positives Miteinander fördern, daher wurde der Branchenverband Clubcommission e.V. von der Musicboard Berlin GmbH damit beauftragt, eine Datenbank mit Musikspielstätten zu erstellen, in denen regelmäßig Musikveranstaltungen durchgeführt werden.

Andreas Geisel: „Berlin ist auch wegen seiner Clubszene international so bekannt und attraktiv. Das dient dem Image der Stadt und ist ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Gleichzeitig geht es darum, die Ansprüche der wachsenden Stadt miteinander zu verbinden. Die Menschen wollen nicht nur in Berlin feiern sondern hier auch wohnen. Ich werbe für ein gleichberechtigtes Nebeneinander. Hierfür brauchen wir zuerst einmal Informationen. Das Clubkataster ist ein wichtiges Instrument, um dies zu erreichen.“

In Zusammenarbeit mit dem Berliner Unternehmen Lokaler UG wurde eine Open Street Map unter der Domain www.clubkataster.de implementiert, auf der die geographische Lage, die Art der Nutzung und Größe von Musikspielstätten beschrieben, sowie Veränderungsprozesse durch Schließungen oder Umzüge dokumentiert werden. Dieses “Clubkataster” soll in erster Linie dazu dienen, bei Bauvorhaben und -planungen die Interessen der Involvierten besser berücksichtigen zu können und bestehenden Clubs Bestandschutz zu ermöglichen. Zudem können Entwicklungen, wie z.B. die Schließung oder Verdrängung von Clubs durch andere Nutzungen dokumentiert werden.

Neben der Karten- und Detailansicht wurden noch weitere Features eingebunden. Eine Timeline mit “Playtaste” visualisiert eindrucksvoll die Entwicklung dieser schnelllebigen Branche. Zudem zeigen dynamisch generierte Balkendiagramme übersichtlich die spezifischen Eigenarten der Berliner Bezirke. Aktuell umfasst die Datenbank 373 aktiv betriebene Musikspielstätten, davon 123 Clubs. Weitere Venues unterteilen sich in die Kategorien „Diskothek“, „Event Location“, „Galerie“, „Live“, „Musik Bar“, „Open Air“ und „Theater“.

Wir freuen uns über Veröffentlichungen und Interviewanfragen.

Schöne Grüße

Katja Lucker
Geschäftsführung Musicboard Berlin GmbH

Musicboard Berlin GmbH
Anfang 2013 hat der Berliner Senat das Musicboard unter Leitung der Musikbeauftragten Katja Lucker eingerichtet. Aufgabe des Musicboards ist es, die Popmusikszene der Stadt zu unterstützen und ihre kulturelle und wirtschaftliche Strahlkraft zu stärken. Dazu arbeitet das Musicboard eng mit den Berliner Musikunternehmen zusammen und vermittelt oder fördert Kooperationsprojekte. Das Musicboard unterstützt außerdem in Berlin lebende Künstler_innen, mit Stipendien, durch Vermittlung zu den richtigen Ansprechpersonen oder indem es eine bessere Infrastruktur schafft. Seit Januar 2015 firmiert das Musicboard Berlin unter dem Namen Musicboard Berlin GmbH mit einem Etat von 1,7 Mio Euro jährlich. Das Musicboard ist eine bundesweit einzigartige Einrichtung und will Popmusik auf neue, einfallsreiche Art fördern und den Diskurs zur Popkultur in Berlin lebendig halten.

 

Download: PM_Clubkataster_02_06_2015.pdf