Pop-Kultur 2015

Pressemitteilung vom 16.09.2014

„Alles ist Pop“, sagt der Musik-Theoretiker Diedrich Diederichsen, „Pop ist alles“, sagt der Fan. Das Festival Pop-Kultur findet vom 26.-28. August 2015 im Berghain in Berlin statt und schaut genauer auf diese Gegenwartsdiagnose: Welche Trends und Tendenzen in der Popmusik lassen sich aktuell beobachten? Welche Leidenschaften und Einflüsse, welche Freiheiten und Zwänge bestimmen das kulturelle und wirtschaftliche Tun im System Pop? Berlin als Sehnsuchtsstadt internationaler Kreativer wird zum Impulsgeber für das Selbstverständnis von Popidentitäten von Glamour bis Queer.

Mit Pop-Kultur erfindet sich die Berlin Music Week neu, neu im Aufbau und an einem neuen Ort: Im Jahre 2015 wird sie erstmals vom Musicboard Berlin unter der Leitung von Katja Lucker organisiert, gemeinsam mit den beiden Kuratoren Martin Hossbach und Christian Morin und in Kooperation mit dem Berghain.

Pop-Kultur läuft über drei Tage an sieben verschiedenen Orten auf dem Gelände des Clubs Berghain. Das Festival soll in Gesprächsformaten ein Raum für ansonsten eher unwahrscheinliche Begegnungen und produktiven Austausch sein. Musiker_innen, Künstler_innen, Unternehmer_innen und Theoretiker werden ins Gespräch kommen: die Pop-Queen aus den USA mit dem Stadtsoziologen, die Techno-Produzentin mit dem Neurobiologen, der legendäre Labelmacher mit der Nachwuchsjournalistin. Pop-Kultur glaubt an die Weitergabe von Wissen, Erfahrung und Euphorie von interessanten Köpfen in sensibel kuratierten Gesprächs-Konstellationen.

Auf Konzerten mit internationalen Stars, Überraschungsgästen und oft noch unbekannten Künstler_innen werden zum Teil erstmals neue Songs und das Ausprobieren unverhoffter Mixturen aus dem Popbereich präsentiert. Subkulturen und elektronische Musik, popaffine Geister aus Film und Mode, sowie Technologietrends werden als Markenzeichen Berlins so selbstverständlich vorkommen, wie die großen Helden des internationalen Popgeschehens.

Mit dem eigenständigen Format Pop-Kultur-Nachwuchs wollen wir den Macher_innen von morgen ein Forum bieten, sich inspirieren zu lassen und zu lernen. Berlin ist wie keine andere Stadt Anziehungspunkt für junge Talente und neue Strukturen. Als Satellit wird mit diesem neuen Format in Form von Workshops, Trainings und Wissensvermittlung eine Plattform für eine klar definierte Zielgruppe mit sehr kostengünstigem Zugang angeboten. Dazu zählen wir Musiker_innen, ebenso wie den Nachwuchs aus Musikwirtschaft, Clubs oder Kulturjournalismus.

Gemeinsam mit den eingeladenen Künstler_innen, Kreativen und unserem Publikum wollen wir ohne Kompromisse ins Offene denken und Visionen für ein Leben in der Pop-Gesellschaft entwerfen. Die Berliner Musik-und Kreativwirtschaft wird von Pop-Kultur wichtige Impulse und Ideen mitnehmen. Das Festival ist Gastgeber für alle, die immer noch neugierig auf das sind, was morgen passieren könnte und was das Gestern uns vermitteln kann. Pop-Kultur kümmert sich liebevoll und inhaltsgetrieben um die Popakteure der Stadt und alle weltweiten Gäste, die Berlin für seine Freiheit lieben!

Wir freuen uns über Veröffentlichungen und Interviewanfragen.

Beste Grüße
Katja Lucker
Musikbeauftragte des Landes Berlin

Musicboard Berlin GmbH
Anfang 2013 hat der Berliner Senat das Musicboard unter Leitung der Musikbeauftragten Katja Lucker eingerichtet. Aufgabe des Musicboards ist es, die Popmusikszene der Stadt zu unterstützen und ihre kulturelle und wirtschaftliche Strahlkraft zu stärken. Dazu arbeitet das Musicboard eng mit den Berliner Musikunternehmen zusammen und vermittelt oder fördert Kooperationsprojekte. Das Musicboard unterstützt außerdem in Berlin lebende Künstler_innen, mit Stipendien, durch Vermittlung zu den richtigen Ansprechpersonen oder indem es eine bessere Infrastruktur schafft. Der Etat des Musicboards wurde ab 2014 auf 1,5 Mio Euro jährlich aufgestockt. Das Musicboard ist eine bundesweit einzigartige Einrichtung und will Popmusik auf neue, einfallsreiche Art fördern und den Diskurs zur Popkultur in Berlin lebendig halten.

Download: PM_Pop-Kultur_2015_DE.pdf