Südostasien, Manila, Phillipinen

Das Musicboard Berlin vergibt in Kooperation mit dem CTM Festival und dem Goethe-Institut eine Auslandsresidenz in Südostasien an eine/n Berliner Popmusiker*in. Als Teil des mehrjährigen Nusasonic Projekts und in Zusammenarbeit mit Yes No Klub, Playfreely/BlackKaji und WSK Festival for the Recently Possible wandert die Residenz durch Südostasien. 2019 findet sie in Manila, Philippinen statt.


Voraussetzungen

Solokünstler*in mit Wohnort und Schaffensmittelpunkt in Berlin. Popmusiker*innen, die sich zwischen experimentellem Pop, Clubmusik, Klangkunst, Noise, Improvisation oder intermedialer Performance bewegen, können sich bewerben. Musiker*innen die sich für eine Residenz bewerben möchten, sollten über ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Eigeninitiative verfügen sowie aufgeschlossen für interdisziplinären Austausch sein.

Zeitlicher Rahmen
Bis zu zwei Monate im Zeitraum September – November 2019. Der genaue Zeitraum wird in Absprache mit den Kooperationspartnern sowie dem/der ausgewählten Musiker*in festgelegt.

Foto: WSK – Festival for the Recently Possible, Manila.

Über Nusasonic
Nusasonic ist ein auf mehrere Jahre angelegtes Projekt der Goethe-Institute in Südostasien, das sich zum Ziel gesetzt hat, das breite Spektrum experimenteller Klang- und Musikkultur in Südostasien zu erkunden. Benannt ist das Projekt nach dem alten javanischen Begriff Nusantara, der heute verwendet wird, um die vielfältigen Beziehungen und Verbindungen zwischen den Ländern Südostasiens zu beschreiben. Im Zentrum von Nusasonic steht die Förderung von künstlerischem Austausch und Dialog innerhalb Südostasiens sowie mit Europa.
Nusasonic taucht in die Vielfalt und Unterschiedlichkeit experimenteller Sound- und Musikpraktiken in Südostasien, erkundet ihre Geschichte und Gegenwart und bringt sie mit Soundkulturen in Europa und andernorts in Austausch. Gemeinsam mit Künstler*innen und Kulturproduzent*innen aus der Region und Europa – und in kritischer Aufmerksamkeit gegenüber lokalen Zusammenhängen und fortdauernden asymmetrischen Konstellationen – möchte das Projekt Impulse für die Stärkung auditiver Kunstpraktiken in Südostasien setzen und die Zusammenarbeit zwischen Akteur*innen aus Südostasien, Europa und anderen Teilen der Welt fördern.
In mehreren Schritten und durch eine Bandbreite an Aktivitäten und Formaten – Festivals, Workshops und Labs, Auftragswerke, Residenzen, Publikationen – widmet sich Nusasonic der Produktion, Reflektion, Präsentation und Vernetzung experimenteller Musikszenen und Soundkulturen zwischen Yogyakarta, Manila, Singapur und Berlin sowie weiteren Orten in Südostasien. Den Anfang machte Nusasonic mit einem künstlerischen Lab und Festival im Oktober 2018 in Yogyakarta.
Um der Vielfalt der mit Nusasonic angesprochenen Praktiken und ihrer Kontexte gerecht zu werden, setzt Nusasonic auf einen vielperspektivischen Prozess der Zusammenarbeit mehrerer Partnerorganisationen aus Südostasien und Europa: Yes No Klub (Yogyakarta), WSK Festival of the Recently Possible (Manila), Playfreely/BlackKaji (Singapur), und CTM Festival for Adventurous Music & Art (Berlin).

Besonderheiten
Die Residenz bietet die Möglichkeit, neue Kontakte zwischen Berlin und Manila zu knüpfen. Das Team des WSK Festivals wird den/die eingeladene/n Musiker*in in Austausch mit verschiedenen Akteur*innen der Musikszene in Manila bringen. Während des Aufenthalts soll ein Projekt entstehen, das zum Ende der Residenzzeit im Rahmen des WSK Festival for the Recently Possible öffentlich präsentiert wird. Dies kann in Auseinandersetzung mit dem Umfeld in Manila geschehen, in Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus der Stadt oder die Weiterentwicklung der eigenen Solo-Arbeit sein. Die Form des Projektes ist offen und wird im Dialog mit dem WSK-Team entwickelt. Denkbar sind ein Konzert, eine Performance, eine Installation, ein Workshop und anderes. Es besteht zudem die Möglichkeit, dass entstandene Produktionen beim CTM Festival 2020 in Berlin präsentiert werden.
Der/die eingeladene Musiker*in lebt während des Aufenthalts in einem privaten Apartment und bekommt einen Arbeitsraum zur Verfügung gestellt. Die Residenz eignet sich besonders für Musiker*innen mit einer experimentellen und interdisziplinären Praxis.

Leistungen des Musicboards
Das Musicboard übernimmt die Kosten des Auslandsaufenthalts. Das beinhaltet sowohl die Reisekosten (An- und Abreise) als auch Verpflegung, Unterkunft und Arbeits- oder Proberaum sowie gegebenenfalls ein Projektgeld.

Bewerbung
Die Bewerbungsfrist für das Programm Stipendien & Residenzen ist der 15. März 2019. Alle Informationen zur Bewerbung und den Link zum Online-Antrag gibt es hier.

Kontakt
Bei Fragen zum Residenzprogramm wendet Euch gerne an Maureen Noe:
E-Mail: maureen.noe@musicboard.berlin.de
Tel.: 030 / 288 787 88