Südostasien, Singapur & Kuala Lumpur, Malaysia

Das Musicboard Berlin vergibt in Kooperation mit dem Goethe-Institut und dem CTM Festival eine Auslandsresidenz in Südostasien an eine/n Berliner Popmusiker*in. Als Teil des mehrjährigen Nusasonic Projekts und in Zusammenarbeit mit Playfreely/BlackKaji, Yes No Klub, und WSK Festival for the Recently Possible wandert die Residenz durch Südostasien. 2020 findet sie in Singapur und Kuala Lumpur, Malaysia statt.


Voraussetzungen

Solokünstler*in mit Wohnort und Schaffensmittelpunkt in Berlin. Musiker*innen, die sich zwischen experimentellem Pop, Clubmusik, Klangkunst, Noise, Improvisation oder intermedialer Performance bewegen, können sich bewerben. Bewerber*innen sollten ihr Schaffen zudem in Bereichen des Instrumentenbaus, der Wearable Technology, der Klanginstallation oder im Schnittfeld von Film & Musik verorten. Musiker*innen, die sich für eine Residenz bewerben möchten, sollten über ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Eigeninitiative verfügen sowie aufgeschlossen für interdisziplinären Austausch sein.

Zeitlicher Rahmen
Die Residenzdauer beträgt sechs Wochen, Kernzeitraum ist Oktober 2020. Der genaue Zeitraum wird in Absprache mit den Kooperationspartner*innen sowie dem/der ausgewählten Musiker*in festgelegt.

Foto: Playfreely/BlackKaji, Singapore

Über Nusasonic
Nusasonic ist ein mehrjähriges Projekt, das sich mit der Gegenwart und Vielfalt experimenteller Sound- und Musikpraktiken in Südostasien befasst und diese mit Soundkulturen in Europa und andernorts in Austausch bringt. In einem vielperspektivischen Prozess entwickeln Yes No Klub (Yogyakarta),WSK Festival of the Recently Possible (Manila),Playfreely/BlackKaji (Singapur), und CTM Festival for Adventurous Music & Art (Berlin) das Projekt fortlaufend weiter. Nusasonic ist eine Initiative der Goethe-Institute in Südostasien.

Benannt ist Nusasonic nach dem alten javanischen Begriff ‚Nusantara‘, der im heutigen Gebrauch zunehmend die Vielfalt der Beziehungen und Verbindungen zwischen den Ländern Südostasiens bezeichnet. In kritischer Aufmerksamkeit gegenüber lokalen Kontexten und fortdauernden Asymmetrien möchte Nusasonic Impulse für die Stärkung auditiver Kunstpraktiken in Südostasien setzen, lokale Netzwerke unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen Akteur*innen aus Südostasien, Europa und anderen Teilen der Welt fördern. Dazu verschränkt das Projekt eine Bandbreite verschiedener Aktivitäten und Formate, die sich in wechselnden Konstellationen der Produktion, Reflektion, Präsentation und Vernetzung experimenteller Musikszenen und Soundkulturen widmen. Den Auftakt bildeten ein künstlerisches Lab und Festival vom 2. bis 13. Oktober 2018 in Yogyakarta, Indonesien. 2019 fand die Residenz in Manila statt.

Besonderheiten
Während der Residenz wird der/die Künstler*in von der singapurischen Band The Observatory betreut, die sowohl die experimentelle Musik-Performance-Reihe BlackKaji als auch das Festival Playfreely veranstaltet. Dem/Der Künstler*in wird in Singapur ein Studio zur Verfügung gestellt, in dem die eigene Arbeit weiterentwickelt sowie mit anderen Künstler*innen und der lokalen Community zusammengearbeitet werden kann. The Observatory wird den/die eingeladene/n Musiker*in in Austausch mit verschiedenen Akteur*innen der Musikszene in Singapur bringen. Der/Die Künstler*in ist zudem angehalten, vor Ort einen Workshop durchzuführen, um die Community an den Prozessen seiner/ihrer Arbeit und Forschung teilhaben zu lassen. Zum Ende der Auslandsresidenz wird die gemeinsam entstandene künstlerische Produktion in einer Session der BlackKaji-Reihe live präsentiert.

Darüber hinaus wird während der Auslandsresidenz ein Kurztrip nach Kuala Lumpur organisiert. Der/die Künstler*in wird nicht nur die Möglichkeit haben die Stadt zu besichtigen und mit der Musik-Community Kuala Lumpurs in Kontakt zu treten, sondern wird auch einen kleineren Live-Auftritt in Kuala Lumpur haben. Es besteht zudem die Möglichkeit, dass während der Residenz entstandene Ko-Produktionen beim CTM Festival 2021 in Berlin präsentiert werden.

Leistungen des Musicboards
Das Musicboard übernimmt die Kosten des Auslandsaufenthalts. Das beinhaltet sowohl die Reisekosten (An- und Abreise) als auch Verpflegung, Unterkunft und Arbeits- oder Proberaum sowie gegebenenfalls ein Projektgeld.

Bewerbung
Die Bewerbungsfrist für das Programm Stipendien & Residenzen ist der 1. März 2020.
Alle Informationen zur Bewerbung und den Link zum Online-Antrag gibt es hier.

Musicboard Alumni Südostasien
Laure Boer – 2019 (Manila, Philippinen)

Kontakt

Bei Fragen zum Programm Stipendien & Residenzen wendet Euch gerne an Maureen Noe:
E-Mail: maureen.noe@musicboard.berlin.de
Tel.: +49 (0)30 288 787 88