Labelförderung 2014

Pressemitteilung vom 13.06.2014

In den vom Musicboard initiierten Gesprächsrunden mit Experten_innen der Berliner Musikszene, den sogenannten Kamingesprächen, wurde im Laufe des letzten Jahres versucht die aktuellen Bedarfe der lokalen Musikwirtschaft herauszukristallisieren und zu diskutieren. Eine der neuen Herausforderungen, insbesondere für Labels, stellt dabei die immer komplexer werdende digitale Datenverwaltung dar. In der Praxis stellt die möglichst genaue Erfassung und Abrechnung der ein- und ausgehenden Lizenzgelder eine der wichtigsten administrativen Aufgaben eines Labels dar. Die dazu benötigte Software entwickelt sich stetig weiter und stellt gerade kleine Labels vor die Schwierigkeit diese Umstellung zu finanzieren. Das Musicboard reagiert damit auf ein aktuelles lokales Problem der Berliner Musikwirtschaft und rief Anfang des Jahres ein neues und bisher einzigartiges Förderprogramm zur Labelförderung ins Leben. Der Bedarf ist groß. 38 Berliner Labels verschiedenster Genres reichten einen Antrag zur Förderung ein. Aufgrund der großen Nachfrage hat das Musicboard entschieden alle 38 Labels zu unterstützen und die Umsetzung der anstehenden Softwareumstellung oder geplante Softwareneunutzung zu fördern, indem die personellen Bedarfe und Schulungen ihrer Mitarbeiter_innen finanziert werden.

„Die Berliner Labels haben einen großen Investitionsbedarf um den neuen Anforderungen vom Musikbusiness gerecht zu werden. Es ist super, dass mit dem Musicboard eine Institution geschaffen wurde, die diesen Bedarf erkennt und entsprechende Förderprogramme entwickelt.“ Horst Weidenmüller, Geschäftsführer K7! Records. Katja Lucker fügt hinzu: „Wieder einmal hat sich gezeigt, dass man sehr gute Ergebnisse erzielt, wenn in Expertenrunden wie den Musicboard Kamingesprächen die Bedarfe der Szene ermittelt werden.“

Wir freuen uns über Veröffentlichungen und Interviewanfragen.

Beste Grüße

Katja Lucker
Musikbeauftragte des Landes Berlin

Download: Musicboard_PM_13_06_2014.pdf