Kampala: Nyege Nyege

letzte Antragsfrist 1.3.2021

KONTAKT
Maureen Noe

maureen.noe@musicboard.berlin
T +49 (0)30 288 787 88

1 überblick

In Kooperation mit dem CTM Festival und Nyege Nyege vergibt das Musicboard eine Residenz in Kampala, Uganda an eine:n Berliner Solomusiker:in. Für die Residenz ist ein hybrides Format vorgesehen. Die Residenz beginnt mit einem digitalen Austausch, dem ein zweimonatiger Aufenthalt vor Ort im Residenzhaus in Kampala folgt. Ziel der Residenz ist es, Austausch und außergewöhnliche Kollaborationen zwischen Musiker:innen aus Ostafrika und Berliner Musiker:innen zu fördern. In diesem Sinne ist die Residenz an eine Kooperation zwischen dem:der Berliner Resident:in und lokalen Musiker:innen gebunden. Die Residenz in Kampala richtet sich an Künstler:innen aller Sparten der Popmusik. Sie eignet sich jedoch besonders für Musiker:innen aus dem elektronischen, experimentellen oder Clubbereich mit Freude an kollaborativer Arbeit, Improvisation und Experimenten – sowohl vor Ort als auch digital.

2 Voraussetzungen

Antragsberechtigt sind:

  • Solomusiker:innen mit Wohn- und Schaffensmittelpunkt Berlin
  • Musiker:innen aller Genres der Popmusik, die durch besondere kreative Leistungen hervortreten und professionell arbeiten
  • Musiker:innen, die über ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Eigeninitiative verfügen
  • Musiker:innen, die aufgeschlossen sind für interdisziplinären Austausch und digitale Kollaborationen

3 Zeitraum

Aufenthalt in Kampala: 2 Monate zwischen Juli und September 2021

Die genauen Daten werden in Absprache zwischen den Kooperationspartner:innen und dem:der ausgewählten Musiker:in festgelegt. Sollte Reisen aufgrund der sich dynamisch entwickelnden Covid-19-Situation nicht möglich sein, wird die Residenz als digitale Kollaboration umgesetzt.

4 residenzort

Nyege Nyege ist das größte Musikfestival im ostafrikanischen Raum. Es präsentiert seit 2015 internationale Musiker:innen sowie Entwicklungen in der afrikanischen Underground Musikszene. Neben dem Festival hostet Nyege Nyege ein Künstler:innen-Residenzprogramm mit Community-Studios, Workshops und Weiterbildungsangeboten in Kampala und Gula, Uganda sowie Dar-es-Salam, Tansania. Im Rahmen seines Residenzprogramms bietet Nyege Nyege eine sichere und kreative Umgebung für ostafrikanische Musiker:innen. Ein Teil der dort entstehenden Musik wird auf zwei eigenen Labels, Nyege Nyege Tapes und Hakuna Kulala, veröffentlicht. Im Zuge der Covid-19-Pandemie entwickelte Nyege Nyege zudem eine digitale Plattform für künstlerische Inhalte.

Als Initiative der Boutiq Foundation betreibt Nyege Nyege in Kawuku, einem grünen Vorort von Kampala ein großes Residenzhaus. Das Haus liegt fünf Minuten vom Victoriasee entfernt und beherbergt zeitgleich bis zu zehn Musiker:innen. Es verfügt über eine große Küche zum gemeinsamen Kochen sowie zwei eigene Aufnahmestudios für Kollaborationen, Improvisationen und Experimente der Resident:innen. Ergebnisse der Residenz sollen mit Abschluss des Aufenthaltes in Uganda auf dem Nyege Nyege Festival 2021 live oder digital präsentiert werden. Es besteht zudem die Möglichkeit, dass entstandene Produktionen beim CTM Festival 2022 in Berlin präsentiert werden.

5 leistungen

Das Musicboard übernimmt:

  • die Kosten für An- und Abreise, Unterkunft, Verpflegung sowie Arbeits- oder Proberaum
  • einen einmaligen Projektkostenzuschuss

6 Bewerbung

Folgende Unterlagen sind auf Englisch ausschließlich über das digitale Antragsformular einzureichen, das über den Button am Ende dieser Seite zu erreichen ist:

  • Ausgefülltes Antragsformular
  • Motivationsschreiben
    inklusive Darstellung und Begründung des geplanten künstlerischen Vorhabens im Rahmen der Residenz, maximaler Umfang von zwei A4-Seiten
  • Künstlerischer Lebenslauf
    inklusive Nachweise vergangener Auftritte, Veröffentlichungen und Kooperationen mit anderen Künstler:innen, zum Beispiel in Form von Links, grafischen Belegen oder Screenshots
  • drei Musikbeispiele
    einzureichen als mp3-Upload
  • Scan der Meldebestätigung oder des Personalausweises (Vorder- und Rückseite)
    aus dem der Wohnort Berlin hervorgeht
  • für Staatsangehörige aus Nicht-EU-Ländern: Passkopie
    inklusive der Blätter zu Aufenthaltstitel, Aufenthaltsdauer und erlaubter Tätigkeit

Antragsteller:innen können sich pro Förderrunde auf mehr als eine Residenz bewerben, indem sie im Residenz-Antrag mehrere Optionen angeben. Es muss zwingend pro angegebenem Residenzort ein aussagekräftiges Motivationsschreiben verfasst werden.

Nur vollständige Unterlagen können bearbeitet bzw. berücksichtigt werden. Alle Angaben werden vertraulich behandelt und dienen ausschließlich Entscheidungs- beziehungsweise Förderungszwecken. In die Veröffentlichung einzelner relevanter Daten im Falle der Förderung wird mit Antragstellung eingewilligt.

7 Auswahlverfahren

Die Residenzen werden durch die Musicboard Berlin GmbH auf Empfehlung einer für drei Jahre berufenen, unabhängigen Jury aus Expert:innen und Kenner:innen der Berliner Musikszene sowie in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa vergeben. Seit dem Jahr 2020 ist für das Programm Stipendien & Residenzen folgende Jury berufen:

  • Elia Rediger
    Musiker und Kurator der Reihe ›Aus dem Hinterhalt‹, Deutsche Oper Berlin
  • Julia Lorenz
    Musikjournalistin und Autorin
  • Katja Lucker
    Geschäftsführerin Musicboard Berlin GmbH
  • Pamela Owusu-Brenyah
    A&R, Musikberaterin und Kuratorin Pop-Kultur Festival
  • Sarah Farina
    DJ und Produzentin

Kurzinformationen zu den Jurymitgliedern finden Sie hier.

8 Häufige Fragen

Häufige Fragen zu den Residenzen haben wir hier gesammelt. Bei den vorliegenden Angaben handelt es sich um allgemeine, nicht rechtsverbindliche Auskünfte, die eine Betrachtung des Einzelfalles nicht ersetzen. Gerne beantworten wir weitere, konkrete Fragen zum Förderprogramm telefonisch oder per Mail. Wir bitten Sie diese FAQs und die weiteren Infos auf dieser Webseite aufmerksam zu lesen, bevor Sie uns kontaktieren. Wir weisen zudem auf das kostenlose Angebot der Kulturförderberatung von Kreativ Kultur Berlin hin, das Kulturakteur:innen aller Sparten bei der Suche nach Förderung unterstützt sowie Tipps zur Antragstellung und einen Antragscheck bereitstellt.

Was heißt Wohn- und Schaffensmittelpunkt Berlin?
Residenzen vergibt das Musicboard ausschließlich an Musiker:innen, die ihren Wohnort und Schaffensmittelpunkt in Berlin haben. Nachzuweisen ist der Wohn- und Schaffensmittelpunkt Berlin durch die entsprechende Meldebescheinigung oder Personalausweiskopie (beide Ausweisseiten). Die Nationalität der Musiker:innen spielt keine Rolle. Für antragstellende Staatsangehörige aus Nicht-EU-Ländern gilt aber, dass zusätzlich zur Berliner Meldebescheinigung auch eine Passkopie inklusive der Blätter zu Aufenthaltstitel, Aufenthaltsdauer und erlaubter Tätigkeit einzureichen ist. Bitte beachten Sie, dass die Meldung in Berlin in allen Fällen amtlich nachgewiesen sein muss, Mietverträge und Ähnliches reichen als Nachweis nicht aus. Wir bitten von der Einreichung solcherlei Unterlagen mit sensiblen Personendaten abzusehen.
Ich habe als Künstler:in bereits einen anderen Antrag beim Musicboard gestellt. Kann ich mich dennoch für die Residenz bewerben?
Grundsätzlich ist es möglich, dass Musiker:innen mehrfach gefördert werden. Pro Förderrunde können sich Antragsteller:innen auf mehr als eine Residenz bewerben, indem sie im Residenz-Antrag mehrere Optionen angeben. Es muss zwingend pro angegebenem Residenzort ein aussagekräftiges Motivationsschreiben verfasst werden. Anträge ohne Motivationsschreiben können nicht bearbeitet werden. Es ist ebenfalls möglich sich gleichzeitig für ein Stipendium und eine Residenz zu bewerben. In diesem Fall sind zwei separate Anträge einzureichen. In der Regel wird die Jury aufgrund der hohen Anzahl an Bewerbungen innerhalb einer Förderrunde nur ein Vorhaben pro Künstler:in zur Förderung empfehlen.
Wie muss mein Motivationsschreiben gestaltet sein?
In ihrem Motivationsschreiben sollten Bewerber:innen in maximal 2 Seiten Text darlegen, wieso sie sich auf die Residenz bewerben und welches künstlerische Vorhaben sie im Rahmen der Residenz umsetzen möchten. Aus dem Motivationsschreiben sollte hervorgehen, dass der:die Antragsteller:in sich mit dem künstlerischen und kulturellen Kontext und dem Profil des Residenzorts auseinandergesetzt hat. Bei Bewerbung auf mehrere Residenzorte muss zwingend pro ausgewähltem Residenzort ein aussagekräftiges Motivationsschreiben verfasst werden. Anträge ohne Motivationsschreiben können nicht bewertet werden. Dieses Dokument ist zwingend auf Englisch einzureichen, da es den Residenzpartner:innen im Ausland bei positiver Juryempfehlung übermittelt wird.
Wie muss mein künstlerischer Lebenslauf gestaltet sein?
Für den künstlerischen Lebenslauf geben wir bewusst keine Form vor, da künstlerische Karrieren vielfältig sind. Die Darstellung kann tabellarisch, in Textform, als Biographie oder in Form eines Portfolios erfolgen. Es empfiehlt sich, Meilensteile der künstlerischen Karriere mit aufzuführen, zum Beispiel Veröffentlichungen, besondere Auftritte, Auszeichnungen, Residenzaufenthalte, künstlerische Kollaborationen oder die Zusammenarbeit mit Partner:innen aus dem musikwirtschaftlichen Bereich (Labels, Agenturen oder Ähnliches). Um diese zu belegen sind Nachweise etwa in Form von Weblinks, grafischen Belegen oder Screenshots hilfreich, aber nicht bei jedem einzelnen kleinen Punkt erforderlich. Dieses Dokument ist zwingend auf Englisch einzureichen, da es den Residenzpartner:innen im Ausland bei positiver Juryempfehlung übermittelt wird.
Welche Songs kann ich als Musikbeispiele einreichen, gehen auch Demos?
Es sollten drei Songs sein, die Sie und Ihre Kunst repräsentieren. Das müssen nicht zwingend die neuesten Songs sein, oder die, an denen man im Rahmen des beantragten Vorhabens arbeiten möchte. Demos können auch eingereicht werden. Je nach Qualität der Demos kann es sinnvoll sein, auch 1 bis 2 ältere ausproduzierte Werke einzureichen.
Ich habe Fragen zur Barrierefreiheit der Residenz – an wen kann ich mich wenden?
Wir möchten unser Residenzprogramm zugänglich für alle und so inklusiv wie möglich gestalten. Für Fragen, Anliegen und Anregungen stehen wir jederzeit zur Verfügung. Bei besonderen Bedürfnissen oder Fragen zur Barrierefreiheit der Residenz wenden Sie sich bitte gerne vor Antragstellung für eine persönliche Beratung an Maureen Noe: maureen.noe@musicboard.berlin.de.
Wann genau ist die Antragsfrist?
Die Antragsfrist der Residenz ist am 1. März um Mitternacht 00:00 Uhr in der Nacht zum 2. März. Bis zu diesem Zeitpunkt können Anträge online eingereicht werden und sind damit fristgerecht eingereicht. Der Antrag ist eingegangen, sobald nach erfolgreichem Absenden des Antrags ein pdf zum Download erscheint. Dieses ist erst nach positivem Juryvotum unterschrieben postalisch einzureichen. Wir empfehlen genug Zeit für den Upload der Antragsunterlagen einzuplanen und den Antrag nicht kurz vor knapp zu stellen. Die Uploadgeschwindigkeit unseres Servers kann sich aufgrund erhöhten Traffics verlangsamen. Wir empfehlen zudem nicht die Verwendung von Google Chrome als Browser. Sollten weitere technische Probleme bei der Einreichung auftreten, machen Sie bitte einen Screenshot, speichern einen Entwurf des Antrags und benachrichtigen Sie uns umgehend per E-Mail an: maureen.noe@musicboard.berlin.de
Was sind die Auswahlkriterien der Jury und wann werde ich über die Entscheidung informiert?
Die Jury empfiehlt in erster Linie nach künstlerischer Qualität der Arbeit, Erfolgschancen und Schlüssigkeit des vorgestellten Vorhabens. Die Projektidee sollte sinnvoll sein für die Entwicklung und Karriere des:der Antragsteller:in. Dies wird im Motivationsschreiben herausgearbeitet. Bei den Förderentscheidungen wird darauf geachtet die Diversität der Berliner Musikszene abzubilden. Das Musicboard und die berufene Jury legen großen Wert auf Inklusion und ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis. Mit der Bekanntgabe der Juryentscheidung ist etwa 4 bis 6 Wochen nach Antragsfrist zu rechnen. Die Antragsteller:innen werden per E-Mail informiert. Zu- und Absagen werden gleichzeitig verschickt. Das Musicboard ist nicht verpflichtet die Entscheidung zu erläutern. Ein Anrecht auf Förderung besteht nicht.

Der Antragszeitraum für das Jahr 2021 hat geendet. Über die Ausschreibung der Musicboard Residenzen im Jahr 2022 informiert das Musicboard in seinem Newsletter.

Momentaufnahme im Rahmen des Nyege Nyege Festivals in Jinja, Uganda. Eine Musiker:in mit langen blauen Haaren und einem gelben Outfit performt auf einer Anhöhe. Im Hintergrund sind Tontechnik, ein diverses Publikum, Palmen und ein Flussufer abgebildet.
Uganda – Nyege Nyege Festival (Foto: Nyege Nyege)
Uganda – Nyege Nyege Festival (Foto: Nyege Nyege)
Uganda – Nyege Nyege Festival (Foto: Nyege Nyege)