5 Projekte starten Pop im Kiez

Pressemitteilung 03.07.2014

Fünf Projekte starten „Pop im Kiez“ 2013 – Erster Workshop „Pop im Kiez“ mit Bezirksvertreter_innen – Erstes Kamingespräch zu Stipendien- und Residenzprogrammen

Pop im Kiez 2013

Für das Programm Pop im Kiez wurden 14 Anträge eingereicht. Das Gesamtvolumen der Einreichungen betrug 227.591,50€, ausgeschüttet werden 91.225,10€ für fünf Projekte. Die geförderten Projekte setzen sich auf unterschiedliche Weise mit der Rezeption und Entwicklung von Pop im Kiez auseinander. Die Hochschule der populären Künste wird sich wissenschaftlich mit dem Thema beschäftigen und den Ist-Zustand evaluieren. Während die Club Commission einen Werkzeugkasten für Betreiber von Live-Spielstätten entwickelt, begeben sich die newthinking GmbH und Boris Joens direkt in die Kieze in Mitte und Neukölln und treten mit Akteuren und Anwohner_innen in Kontakt, um aktiv Wege zu erproben und Lärmschutzkonflikte konstruktiv und kreativ zu lösen. Heiko Zwirner und das Hebbel am Ufer blicken zunächst in die Vergangenheit von Pop im Kiez, um dann zusammen mit Akteuren und Fachleuten einen Ausblick auf die Entwicklung zu geben.

Erster Workshop gemeinsam mit Bezirksvertreter_innen

Am 24. Juni veranstaltete das Musicboard zusammen mit der Senatskanzlei Berlin und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt einen Workshop zu „Pop im Kiez“ in der Kantine im Berghain. Katja Lucker hierzu: „In Zukunft wird es immer wichtiger, die zuständigen Bezirksverwaltungen für das Thema Clubkultur und Livemusik zu sensibilisieren und konkret neue Verknüpfungen zwischen den Akteuren auf Bezirks- und Clubebene, dem Musicboard als Schnittstelle, sowie der Club Commission herzustellen.“

Stipendien- und Residenzprogramme für PopmusikerInnen

Am 27. Juni fand das erste Kamingespräch zum Thema „Moderne Künstler_innenförderung in der Popkultur – Stipendien und Residenzen“ statt, zu dem das Musicboard 30 nationale und internationale Expert_innen, Künstler_innen und kreative Popkulturdenker_innen aus Berlin geladen hat. Es wurde rege diskutiert und die Expertinnen Katharina Charpey vom PACT Zollverein in Essen und Annette Rupp, Geschäftsführerin der Villa Aurora in L.A., standen mit praktischem Wissen aus ihrer langjährigen Erfahrung in der Künstler_innenförderung und Residenzvergabe zur Seite. Denn obwohl in Deutschland Stipendien und Residenzen für Künstler_innen aller Gattungen existieren, blieben Popmusiker_innen bisher außen vor. Populäre Köpfe der Musikszene wie Christof Ellinghaus (City Slang), Gudrun Gut (Musikerin, Produzentin), Christoph Gurk (Kurator), Daniel Meteo (Musiker, Produzent) und Andre Jürgens (Berghain Booking) lieferten wertvolle Ideen zur Entwicklung dieses neuartigen Formates. Moderiert wurde der Abend von Jens Balzer (Berliner Zeitung). Katja Lucker will noch in diesem Jahr mit dem ersten Stipendien- und Residenzprogramm für Popmusiker_innen starten.

Download: Musicboard_PM_03_07_2013.pdf