2. Förderrunde Karrieresprungbrett und Pop im Kiez abgeschlossen

Pressemitteilung vom 07.07.2014

Die Förderprogramme „Karrieresprungbrett Berlin“ und „Pop im Kiez“ gingen 2014 in die zweite Runde mit erstmalig zwei Antragsfristen. Die zum 1. Juni 2014 eingereichten Anträge zeigen erneut ein breites Spektrum an innovativen Ideen und förderwürdigen Projekten, welche die Vielfalt und Diversität der lebendigen und integrativen Berliner Musikszene widerspiegeln.

Karrieresprungbrett Berlin

Für das Programm „Karrieresprungbrett Berlin“ wurden 32 Anträge eingereicht. Das Gesamtvolumen aller Anträge betrug 683.000,00€, ausgeschüttet werden 80.140,00€ für 7 Projekte.
Der Schwerpunkt der Projekte liegt in der zweiten Hälfte des Jahres erneut in der Förderung von Nachwuchskünstler_innen über unterschiedliche, teils etablierte, teils neue Formate. Darunter fallen zum Beispiel Veranstaltungsreihen und Konzerte wie BERLiSTANBUL underground, Swag Jam – Live Hip Hop Jam, Expatriarch Generations und Grand Jeté, die geeignete Plattformen für Newcomer bieten und deren Professionalisierung vorantreiben. Zudem werden mit Projekten wie Berlin Songs! – Songwriting Camp – Learning from the best und der 2. Staffel der The One-Hit Parade eine kreative und nachhaltige Form der Weiterentwicklung für Berliner Musiker_innen ermöglicht. Unterstützung erhält auch der popmusikalische Schwerpunkt des Theaterabends „Der eindimensionale Mensch wird 50“ für den Musiker_innen u.a. Andreas Spechtl von „Ja, Panik“ Stücke entwickeln.

Pop im Kiez

Für das Programm „Pop im Kiez“ wurden 9 Anträge eingereicht. Das Gesamtvolumen aller Anträge betrug 278.000,00€, ausgeschüttet werden 23.000,00€ für 2 Projekte.
Das geförderte Projekt The amplified kitchen von Tricky Disco, Verein zur Förderung von Clubkultur, Kunst und kultureller Bildung, legt den Fokus auf Netzwerkförderung und –ausbau sowie die Intensivierung des gegenseitigen Austausches. Hier soll ein zwangloser Rahmen für die Reflexion von und den Austausch über Produktions- und Rezeptionsbedingungen elektronischer Musik der Berliner Szene geschaffen werden. Wie Musik und Clubkultur als integratives Medium zur gemeinsamen Stadtentwicklung beitragen und Städte miteinander verbinden kann, zeigt das Projekt TEN CITIES – Public Sphere/Urban Space/Club Cultures der Goethe-Institute in Subsahara-Afrika, koordiniert vom Goethe-Institut Kenia und AdaptR. Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Ritter Butzke/Guerilla Productions GmbH sollen verschiedene Künstler_innen aus zehn afrikanischen und europäischen Ländern das Projekt und die entstandene Musik vorstellen.

Eine Übersicht über die geförderten Projekte des zweiten Halbjahres 2014 inklusive Kurzbeschreibung finden sie unter der Rubrik Karrieresprungbrett und Pop im Kiez. Dort finden Sie auch die neuen Deadlines für die verschiedenen Förderprogramme 2015. Aktualisierte Antragsformulare sowie weitere Unterlagen werden Ende dieses Jahres online zur Verfügung gestellt.

Wir freuen uns über Veröffentlichungen und Interviewanfragen.

Beste Grüße
Katja Lucker
Musikbeauftragte des Landes Berlin

Musicboard Berlin
Anfang 2013 hat der Berliner Senat das Musicboard unter Leitung der Musikbeauftragten Katja Lucker eingerichtet. Aufgabe des Musicboards ist es, die Popmusikszene der Stadt zu unterstützen und ihre kulturelle und wirtschaftliche Strahlkraft zu stärken. Dazu arbeitet das Musicboard eng mit den Berliner Musikunternehmen zusammen und vermittelt oder fördert Kooperationsprojekte. Das Musicboard unterstützt außerdem in Berlin lebende Künstler_innen, mit Stipendien, durch Vermittlung zu den richtigen Ansprechpersonen oder indem es eine bessere Infrastruktur schafft. Der Etat des Musicboards wurde ab 2014 auf 1,5 Mio Euro jährlich aufgestockt. Das Musicboard ist eine bundesweit einzigartige Einrichtung und will Popmusik auf neue, einfallsreiche Art fördern und den Diskurs zur Popkultur in Berlin lebendig halten.

Download: Musicboard_PM_07_07_2014.pdf